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- Maximilian Völkl

Siemens Healthineers: Da ist noch mehr drin

Der Auftakt war erfolgreich. Nach dem Börsengang am Freitag hat die Aktie von Siemens Healthineers im Handelsverlauf deutlich zugelegt. Während der Ausgabepreis von 28 Euro je Aktie noch leicht unter den Erwartungen lag, ist der Kurs zügig über die 30-Euro-Marke geklettert.

Wegen des schwierigen Marktumfelds hatte Siemens nur 15 Prozent der Medizintechniktochter an die Börse gebracht. Im Vorfeld war mit bis zu 25 Prozent gerechnet worden. 4,2 Milliarden Euro hat der Konzern dafür erhalten, die Bewertung von Healthineers lag damit bei 28 Milliarden Euro. Alleine in den ersten Börsenstunden sind dann knapp zwei Milliarden Euro hinzugekommen.

Durch den Börsengang soll für Healthineers vor allem der Zugang zum Kapitalmarkt erleichtert werden. Künftig können auch eigene Aktien als Akquisitionswährung eingesetzt werden. Hintergrund: Zukäufe könnten nötig sein, um auf die Veränderungen in der Branche reagieren zu können. Vor allem das Thema "Smart Health", also die intelligente Gesundheit, dürfte immer wichtiger werden. Durch die Vernetzung von Untersuchung und Behandlung sollen dann bereits die Geräte erste Lösungsvorschläge liefern. Hersteller wie Healthineers müssten sich somit darauf einstellen, dass präventive Versorgung und Behandlungserfolge in den Mittelpunkt rücken.

Attraktive Bewertung

Die Bewertung von Healthineers liegt trotz des Kursanstiegs weiter unter den ursprünglichen Erwartungen der Experten. Das margen- und wachstumsstarke Geschäftsmodell ist aussichtsreich und sollte auch höhere Kurse rechtfertigen. Auf dem aktuellen Niveau bieten sich Käufe an.

Die Mutter Siemens bleibt ebenfalls interessant. Durch den Börsengang sollte auch hier neues Potenzial freigesetzt werden. Neueinsteiger warten aufgrund des schwachen Chartbilds aber noch ab. Wer investiert ist, beachtet den Stopp bei 100 Euro.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen / genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR

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