Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens-Aktie auf Talfahrt – so geht es nach dem Alstom-Aus weiter

Es kam nicht mehr überraschend, dass die EU-Kommission die Zugfusion von Siemens und Alstom untersagt hat. Deshalb dürfte das Veto die Führungsetage des DAX-Konzerns nicht unvorbereitet getroffen haben. Ein Börsengang ist nun eine mögliche Option. Die Reaktion an der Börse war dennoch verhalten, der Kurssturz zeigt, dass vielen Anlegern der Umbau bei Siemens inzwischen deutlich zu lange dauert.

Nach dem Aus für den Alstom-Deal erklärte Siemens, dass nun „alle Optionen für Siemens Mobility geprüft“ würden. Realistisch erscheint vor allem ein Börsengang. Ähnlich wie bei der Medizintechniksparte Healthineers könnte das Zuggeschäft in die Eigenständigkeit entlassen werden, Siemens würde voraussichtlich einen Mehrheitsanteil behalten.

Das Interesse an der Mobility-Sparte dürfte durchaus groß sein, denn noch macht sich die zunehmende Konkurrenz durch den Weltmarktführer CRRC kaum bemerkbar.  Auch die Zahlen zum abgelaufenen Quartal haben von einer starken Entwicklung gezeugt. Ein starkes Auftragsplus signalisiert, dass die Siemens-Technik weltweit gefragt ist. Der Börsengang hätte zudem einen weiteren Vorteil: Die „Vision 2020+“ mit drei strategischen und drei operativen Einheiten könnte unverändert nachverfolgt werden.

Abwarten

Die Siemens-Aktie ist nach der gescheiterten Fusion unter Druck geraten. Allerdings sollten die negativen Folgen für den Konzern sehr überschaubar sein. Trotzdem gilt weiterhin: Der Umbau ist langwierig, aktuell fehlen die positiven Nachrichten. Da sich auch das Chartbild weiter eingetrübt hat, bleiben Anleger weiter an der Seitenlinie.

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