Siemens
- Markus Bußler - Redakteur

Siemens: Wahrhaft explosiv

Der Münchner Technologiekonzern Siemens sieht sich mit einem wahrhaft explosiven Vorwurf konfrontiert: Der Iran wirft dem Konzern vor, versucht zu haben dass iranische Atomprogramm mit Minisprengsätzen zu sabotieren. Der Konzern dementiert die Vorwürfe.

Der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses im iranischen Parlament, Alaeddin Borudscherdi, hatte behauptet, die gelieferten Bauteile hätten kleine Sprengsätze enthalten, die nach Inbetriebname der Geräte explodiert wären und das Atomprogramm lahmlegt hätten. „Wir stehen mit dem iranischen Atomprogramm in keinen Geschäftsbeziehungen, und wir sind auch keine Lieferanten für dieses Nuklearprogramm. Dementsprechend werden wir diese Äußerungen nicht kommentieren", sagte ein Siemens-Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa.

Keine verlässliche Quelle

Borudscherdi gilt unter Journalisten nicht als sehr zuverlässige Quelle. Keine iranische Nachrichtenagentur hat die Äußerungen übernommen. Die Angaben des Abgeordneten wurden auch von keiner amtlichen Seite im Iran bestätigt. „Unsere Sicherheitsexperten haben es rechtzeitig geschafft, Zündstoffe in Geräten zu entdecken, die für unsere Atomprojekte geliefert worden waren. Diese sollten nach Inbetriebnahme der Geräte explodieren und unser Atomprogramm lahmlegen", sagte Borudscherdi in einem Interview der Website „Chanehe Mellat".

Die Meldung ist so utopisch, sie dürfte den Kurs der Siemens-Aktie heute kaum beeinflussen. Explosiver sieht der Chart der Siemens-Aktie aus. Nach wie vor ist die 80-Euro-Marke der zentrale Widerstand. Gelingt der Ausbruch, wird ein starkes Kaufsignal generiert. In diesem Fall ist der Weg frei mit einem ersten Kursziel von 90,00 Euro. Investierte Anleger halten an ihren Papieren fest.

(mit Material von dpa-AFX)

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