Siemens
- Markus Bußler - Redakteur

Siemens: Verspätung beim ICE

Die Bahn kommt. Oder besser gesagt, die Bahn würde gerne mit neuen ICE-Zügen von Siemens kommen. Doch daraus wird vorerst nichts. Der Münchner Technologiekonzern hat die Auslieferung der ersten acht Züge erneut verschoben. Ein genauer Termin steht wohl noch nicht fest.

„Ursache dafür sind Probleme mit der Zugsteuerung, die in den vergangenen Wochen bei Testfahrten aufgetreten sind", erklärte Siemens am Mittwoch in München. Die Bahn reagierte empört. „Wir sind sehr entäuscht und verärgert, dass wir unseren Kunden durch die erneute Lieferverzögerung von Siemens wieder keine ausreichende Fahrzeugreserve in diesem Winter bieten können", sagte ein DB-Sprecher. Die Bahn wollte die acht ICEs ab 9. Dezember im Deutschlandverkehr einsetzen.

Schon einmal verschoben

Eigentlich hätte die Bahn sogar 16 neue ICE-Züge schon vor einem Jahr bekommen sollen. Aber das Eisenbahn-Bundesamt hatte sie wegen neuer Auflagen und ungeklärter technischer Fragen bei Bremsen, Radsatzgestellen und Klimaanlagen zunächst nicht zugelassen. Siemens versprach daraufhin für Dezember die ersten acht Züge und verhandelte mit der Bahn über Schadenersatz oder einen Gratis-ICE im Wert von rund 30 Millionen Euro. Bei der Übernahmeprüfung der DB wurden jetzt aber Softwareprobleme in der Zugsteuerung entdeckt.

Die Probleme bei dem ICE ist nichts Neues, aber mit Sicherheit auch nichts Erfreuliches. Dennoch sollte die Aktie heute kaum auf diese Meldung reagieren. Aus charttechnischer Sicht bleibt die Situation unverändert: Das Papier schafft es nicht, den Widerstand im Bereich von 80,00 Euro zu überwinden. Daher sollten investierte Anleger ihre Position mit einem realtiv engen Stopp absichern. Noch nicht investierte Anleger sollten erst bei einem Ausbruch über 81,00 Euro eine Position prozyklisch aufbauen.

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