Siemens
- Markus Bußler - Redakteur

Siemens: Jetzt schrillen die Alarmglocken

Hoffentlich liegen die Analysten der Deutschen Bank falsch. Das zumindest werden sich Anleger denken, die in der Siemens-Aktie engagiert sind. Peter Reilly hat das Kursziel auf 65,00 Euro gesenkt. Das Anlagevotum lautet folgerichtig „Sell“.

Preisverfall und geringes Wachstum seien nicht gerade eine gute Kombination, schrieb Analyst Peter Reilly in einer Studie. Das Margenziel von  Prozent für das Geschäftsjahr 2014 hält er für ambitioniert. Zunächst müsse der Konzern aber ohnehin das Übergangsjahr 2013 meistern. Der Experte geht jetzt von Sonderkosten von 600 Millionen Euro pro Jahr aus und wendet zudem einen Konglomeratsabschlag von zehn Prozent auf seine Bewertung an.

Erste Frau im Vorstand geht

Gleichzeitig wurde bekannt, dass sich Siemens von dem Vorstandsmitglied Barbara Kux trennt. Kux war vor vier Jahren als erste Frau in der 160-jährigen Geschichte des Konzerns in den Vorstand eingezogen. Mit einem Jahresgehalt von zuletzt 3,9 Millionen Euro ist Kux laut der Financial Times Deutschland die bestbezahlte Managerin Deutschlands. Hauptaufgabe der Schweizerin war es, dem Konzern mit einer Einkaufsinitiative Geld zu sparen und dafür etwa die Anzahl der Lieferanten zu reduzieren. Vor allem durch einen zentralen Einkauf wollte Siemens weniger Geld ausgeben.

Die Siemens-Aktie selbst reagiert heute mit deutlichen Abschlägen vor allem auf die Abstufung durch die Deutsche Bank. Das Papier verliert in einem stabilen Marktumfeld über ein Prozent an Wert. Dennoch sollten Anleger jetzt nicht die Nerven verlieren. Die Aktie ist zuletzt mehrfach an der Hürde im Bereich von 80,00 Euro gescheitert. DER AKTIONÄR geht davon aus, dass das Papier einen neuen Anlauf unternehmen wird. Anleger sollten ihre Positionen allerdings auch mit Blick auf einen nach wie vor unsicheren Gesamtmarkt mit einem Stopp im Bereich von 74,00 Euro absichern.

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