Siemens
- Markus Bußler - Redakteur

Siemens: Harter Kurs

Siemens verordnet sich selbst einen harten Sparkurs. Der Technologiekonzern will bis 2014 sechs Milliarden Euro einsparen. Der Vorstand reagiert damit auf einen Gewinneinbruch im Geschäftsjahr 2011/12. Das im DAX notierte Unternehmen wies 30 Prozent weniger Gewinn beim fortgeführten Geschäft aus als noch im Vorjahr.

Des Weiteren will der Konzern, der im vergangenen Jahr nur das untere Ende seines gekappten Ziels für den Gewinn aus fortgeführten Geschäften erreichte, schneller und unbürokratischer werden. Zum Programm gehören auch gezielte Käufe und Verkäufe. Seinen Aktionären will Siemens eine unveränderte Dividende von 3,0 Euro je Aktie vorschlagen.

Umsatz unverändert

Für das jüngst angelaufene Geschäftsjahr 2012/2013 rechnet Siemens mit einem Auftragsplus zwischen drei und fünf Prozent. Der Umsatz soll sich dem Niveau des vergangenen Jahres „annähern", als er 78,3 Milliarden Euro erreichte. Der Gewinn aus fortgeführten Geschäften soll zwischen 4,5 und 5,0 Milliarden Euro herauskommen. Darin enthalten sind Kosten von einer Milliarde Euro für das Sparprogramm. Das Gewinnziel ist wegen Änderungen in der Rechnungslegung nicht mit den 5,2 Milliarden Euro aus dem vergangenen Jahr vergleichbar. Mit diesem Effekt hätte es stattdessen rund 4,9 Milliarden Euro betragen.

Für das abgelaufene vierte Quartal lesen sich die Zahlen so: Siemens konnte den Umsatz von Juli bis September um sieben Prozent auf 21,7 Milliarden Euro steigern. Das ist besser als Analysten prognostiziert hatten. Der Auftragseingang ging um zwei Prozent nach oben. Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten nach Steuern sank im Schlussquartal um zwei Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Auch hier war am Markt mit einem schlechteren Ergebnis gerechnet worden.

Aus charttechnischer Sicht kämpft die Aktie nach wie vor mit der Marke von 80,00 Euro. Doch angesichts der vorgelegten Zahlen und des harten Sparprogramms könnte diese Marke jetzt geknackt werden. DER AKTIONÄR rechnet nach wie vor mit einem Ausbruch und sieht bis Ende des Jahres durchaus die Chance, dass die Aktie Richtung 90,00 Euro steigt.

(mit Material von dpa-AFX)

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