Siemens
- Nikolas Kessler - Redakteur

Siemens: Neuer Großauftrag für Offshore-Windpark

Gut 30 Kilometer vor der britischen Ostküste soll der 62 Quadratkilometer große Offshore-Windpark „Race Bank“ entstehen. Nach der Fertigstellung im Jahr 2018 wird die Anlage bis zu 400.000 Haushalte mit Strom versorgen. Am Freitag hat Siemens den Zuschlag für den Bau der Windturbinen bekommen.

In Zusammenarbeit mit dem dänischen Stromerzeuger Dong Energy wird Siemens vor der ostenglischen Küste 91 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von 580 Megawatt liefern, errichten und in Betrieb nehmen. Der Baubeginn ist für 2017 geplant. Nach der Fertigstellung sieht der Auftrag auch einen fünfjährigen Wartungsvertrag vor. Expertenschätzungen zufolge dürfte das Auftragsvolumen rund 750 Millionen Euro betragen.

Der Auftrag ist Teil einer Rahmenvereinbarung mit dem dänischen Versorger aus dem Jahr 2012. Damals hatten Siemens und Dong Energy die Lieferung von rund 300 Offshore-Windturbinen vereinbart. Erst am Mittwoch ist der Meereswindpark „Werstermost Rough“ in der Nordsee eingeweiht worden. Auch dabei hat Siemens mit Dong Energie kooperiert und insgesamt 35 Turbinen installiert.

Wegweisende Technologie

"Einmal mehr hat sich Dong Energy für unsere Sechs-Megawatt-Windturbine entschieden, das Zugpferd für Offshore-Windkraftwerke", sagte Offshore-Sparten-Chef Michael Hannibal. Siemens arbeite hart daran, die Kosten für Strom aus Meereswindparks wettbewerbsfähig zu machen. In fünf Jahren sollen die Kosten auf unter zehn Cent pro Kilowattstunde sinken.

 

An der Seitenlinie

Seit dem Mehrjahreshoch im März konsolidiert die Aktie von Siemens. Nach schwachen Zahlen für das zweite Quartal wurde der DAX-Titel im Mai ausgestoppt. Vor dem Wiedereinstieg sollten Anleger abwarten, bis die Sparpläne von Konzernchef Joe Kaeser Früchte tragen.

(Mit Material von dpa-AFX)

 

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