Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens: Erste Annäherung – das macht Hoffnung

6.900 Arbeitsplätze will Siemens in der Kraftwerks- und Antriebstechnik streichen. Bei den Arbeitnehmervertretern traf der Konzern damit auf heftigen Widerstand. Jetzt haben sich Betriebsrat und IG Metall entgegen der ursprünglichen Absicht aber doch zu ergebnisoffenen Gesprächen mit dem Management bereit erklärt.

Nach einer Aufsichtsratssitzung teilten beide Seiten mit, sie hätten vereinbart, „unverzüglich die Gespräche“ aufzunehmen und „in einem offenen Dialog nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.“ Sowohl auf der Ebene von Vorstand und Gesamtbetriebsrat wie auch an den Standorten soll der Dialog geführt werden. Siemens will auf betriebsbedingte Kündigungen möglichst verzichten, schloss sie aber auch nicht aus. Die Arbeitnehmer erklärten diese ebenso wie Werkschließungen für tabu.

Gerhard Cromme, der Chef des Siemens-Kontrollgremiums verteidigte derweil im Handelsblatt erneut die Kürzungspläne. Aufgrund der Energiewende werde sich der Markt in der fossilen Energieerzeugung nicht mehr erholen. „Wir können keine Turbinen bauen, die wir dann auf dem Werksgelände vergraben müssen, weil sie niemand haben will“, so Cromme.

Umstritten, aber richtig

Trotz des Widerstands: Die Siemens-Entscheidung ist richtig. Die Nachfrage nach großen Gasturbinen bricht drastisch ein, der Konzern darf die Problemsparten nicht durch das starke Geschäft in anderen Bereichen subventionieren. Zudem schafft der Konzern auch neue Stellen in zukunftsträchtigen Sparten wie der Digitalen Fabrik. Auch der Börsengang der Medizintechniktochter Healthineers sollte Werte freisetzen. Die Aktie bleibt trotz der Seitwärtsbewegung zuletzt ein Basisinvestment.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Siemens: Jetzt müssen Ergebnisse her

Nach wie vor notiert die Siemens-Aktie im Bereich des Jahrestiefs. Trotz der anhaltenden Umbaumaßnahmen von Konzernchef Joe Kaeser fehlen beim DAX-Titel weiter die Impulse für nachhaltig steigende Kurse. Anleger blicken nun gespannt auf die Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Siemens: Der Grund für steigende Kurse

Die Lage am Gesamtmarkt hat sich inzwischen wieder etwas entspannt. Die Siemens-Aktie hat während des Absturzes die wichtige Unterstützung beim Jahrestief von 99,78 Euro verteidigt. Spielt der Gesamtmarkt wieder mit, sollte es schnell wieder nach oben gehen. Vor allem eine Sparte soll künftig mehr … mehr