Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens: Eine letzte Warnung

Am Donnerstag wurde bekannt, dass Siemens bei der Zugfusion mit Alstom keine weiteren Zugeständnisse machen will. Der Deal steht damit kurz vor dem Scheitern, denn die EU-Kommission hat noch immer Bedenken. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat nun vor einem Scheitern der Fusion gewarnt. Neues gibt es derweil aus der Kraftwerksparte.

„Ich darf mich nicht in laufende Verfahren einmischen. Aber wenn Europa im internationalen Wettbewerb bestehen will, braucht es europäische Champions, die den Wettbewerb mit Anbietern aus den USA oder aus China aufnehmen und gewinnen können“, so Altmaier zur Deutschen Presse-Agentur. Für Aufträge mit einem Volumen von 30 Milliarden Euro in Einzelfällen „muss ein Unternehmen eine bestimmte Größe haben, damit es auch in diesem Marktsegment mithalten kann." Die EU-Kommission sieht die geplante Fusion derweil weiter äußerst kritisch.

In der kriselnden Kraftwerksparte erwartet Siemens derweil für 2019 weiter Wachstum. „Wir erwarten auch für 2019 einen Anstieg und wahrscheinlich rund fünf Prozent Plus“, so Vorständin Lisa Davis zu The National. Im vergangenen Jahr habe Siemens einen Anstieg bei neuen Projekten und der Modernisierung bestehender Anlagen festgestellt. Im Irak liefen die Gespräche wegen des Großauftrags zur Instandsetzung der Strominfrastruktur dagegen noch.

Abwarten

Die Auswirkungen eines Scheiterns der Zugfusion wären für Siemens überschaubar. Die Kraftwerkskrise drückt dagegen auf die Stimmung. Doch im Gegensatz zu Wettbewerbern wie GE steht der DAX-Konzern auch hier bislang noch besser da. Anleger bleiben vorerst aber an der Seitenlinie, denn die Impulse nach oben fehlen noch immer.

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