Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens: Die Aktie ist zu günstig

Die Aktie von Siemens hat sich zuletzt aus Sicht der Anleger nicht besonders erfreulich entwickelt. Nach wie vor verläuft der Kurs knapp oberhalb der 100-Euro-Marke. Trotz des Börsengangs der Medizintechniktochter Healthineers fehlen aktuell die Impulse. Die UBS bleibt jedoch zuversichtlich.

Analyst Markus Mittermaier hält die Siemens-Aktie für deutlich unterbewertet. Das enorme Margenpotenzial des Konzerns sei aktuell nicht angemessen berücksichtigt. Der Experte bestätigte die „Buy“-Empfehlung, er senkte jedoch das Kursziel von 150 auf 138 Euro. Auf dem aktuellen Niveau sieht Mittermaier damit aber immer noch über 30 Prozent Potenzial. Mit dem Kursziel geht er davon aus, dass sich die Bewertungslücke zur Hälfte schließt, so der Experte.

Siemens befindet sich nach wie vor im Wandel. Konzernchef Joe Kaeser treibt den Umbau vom schwerfälligen Tanker zum flexiblen Flottenverband voran. Das macht Sinn, Kaeser muss aber erst unter Beweis stellen, dass sich die neue Strategie auch kurzfristig in den Zahlen widerspiegelt. Nach dem schwachen Start der Windkrafttochter Gamesa und dem geglückten Börsengang von Healthineers steht als nächster Schritt die Zugfusion mit Alstom an. Bei Siemens selbst rückt durch die Abspaltungen derweil die margenstarke Digitale Fabrik immer stärker in den Fokus.

Fehlende Impulse

Für die großen Industriekonzerne ist das Marktumfeld derzeit schwierig. Ähnlich wie bei ABBGE oder Hitachi ist auch das Chartbild von Siemens angeschlagen. Aktuell fehlen die Impulse. Trotz der langfristig guten Aussichten sollten Anleger mit einem Neueinstieg deshalb noch warten. Die Tochter Healthineers erscheint aktuell attraktiver.

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