Siemens
- Markus Bußler - Redakteur

Siemens: Der nächste Anlauf

Es ist zum Haare raufen mit der Aktie des Technologiekonzerns Siemens. Immer wenn man glaubt, das Papier könnte ausbrechen, kommt postwendend der Rücksetzer. Auch jetzt sendet die Aktie wieder ein Lebenszeichen. Doch Vorsicht ist geboten: Aus charttechnischer Sicht ist auch eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation denkbar.

Auf Seiten der Newsfront machen heute Stellenstreichungen die Runde: Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung will Siemens an den Standorten Erlangen und Offenbach offensichtlich 340 Stellen im Bereich der Energiesparte abbauen. Mittelfristig wolle der Konzern in der gleichen Geschäftseinheit sogar rund 650 Arbeitsplätze an den beiden Standorten abbauen und stattdessen neue in Korea schaffen. Siemens reagiere damit auf die verschlechterte Auftragslage in Europa.

1.100 Stellen sollen gestrichen werden

Mit der Verlagerung, die zulasten deutscher Standorte geht und bis Ende 2016 abgeschlossen sein soll, wolle Siemens seine Präsenz in Asien stärken. Betroffen seien in erster Linie hochqualifizierte Mitarbeiter wie Ingenieure. Siemens hatte im Dezember die Streichung von 1.100 Stellen in seiner Energiesparte in Deutschland bekanntgeben.

Aus charttechnischer Sicht befindet sich das Papier noch immer in seinem Seitwärtstrend gefangen. Erst ein Ausbruch über das Hoch bei 88,00 Euro würde ein Kaufsignal generieren. Doch aus charttechnischer Sicht besteht, wie eingangs schon erwähnt, auch die Gefahr, dass sich eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS) bildet. Dies würde der Aktie erhebliches Abwärtspotenzial eröffnen. Ein Abverkauf dürfte dann bis in den Bereich von 70,00 Euro führen. Noch ist es jedoch nicht so weit. Anleger sollten sich jedoch den Chartverlauf genau ansehen, um notfalls schnell reagieren zu können.

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