Siemens
- Markus Bußler - Redakteur

Siemens: Ausbruch mit den Zahlen

Der Technologiekonzern Siemens wird morgen seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentieren. Das gekappte Jahresziel dürfte dabei erreicht werden. Im Mittelpunkt des Anlegerinteresses dürfte jedoch das Sparprogramm stehen. Mit Blick auf die Charttechnik könnte der morgige Tag entscheidend sein.

Bislang hat sich die Widerstandszone bei 80,00 Euro als schier unüberwindlich herauskristallisiert. In den vergangenen Wochen scheiterten gleich mehrere Versuche, diesen Bereich zu überwinden. Und auch heute schien das Papier zunächst wieder nach unten abzudrehen. Doch die Aktie scheint nun Stärke zu beweisen und verharrt über der Marke von 80,00 Euro. Bringen die morgigen Zahlen noch Rückenwind, könnte dies zu einer Rallye bis in den Bereich von 90,00 Euro führen. Was können Anleger von den Zahlen erwarten?

Leichtes Umsatzplus

Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis Dienstag befragten Analysten rechnen für das vierte Geschäftsquartal im Schnitt noch mit einem leichten Umsatzplus von gut vier Prozent auf 21,25 Milliarden Euro. Mit diesem Quartalswert dürfte der Konzern auf knapp 78 Milliarden Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr kommen und damit sein Ziel eines um drei bis fünf Prozent steigenden Umsatzes locker geschafft haben. Dahinter steckt das noch immer gut gefüllte Bestellbuch, das Siemens auch in konjunkturell schwierigen Zeiten für eine gewisse Zeit noch wachsende Erlöse verspricht. Ende Juni hatte Siemens noch Aufträge für 100 Milliarden Euro in den Büchern stehen.

Überschuss steigt

Das Ergebnis der vier Kerngeschäftsfelder Energie, Gesundheit, Industrie sowie Infrastruktur und Städte sehen die Analysten um gut 15 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro sinken. Der Überschuss dürfte trotzdem um gut 13 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro gestiegen sein. Vor einem Jahr hatten Abschreibungen auf das Solargeschäft den Gewinn merklich geschmälert.

Die Jahresziele dürfte Siemens geschafft haben, berichtete kürzlich das Handelsblatt unter Berufung auf Industriekreise. Der Elektroriese habe ein erfreuliches viertes Quartal verbucht. Laut Zeitung wird der Konzern die Untergrenze der eigenen Gewinnprognose von 5,2 Milliarden Euro erreichen. Siemens hatte angesichts etlicher Schwierigkeiten zuletzt stets betont, es werde schwierig, die Prognose von 5,2 bis 5,4 Milliarden zu erreichen. Ursprünglich wollte Siemens mal einen stabilen Gewinn von 6 Milliarden Euro einfahren. Dieses Ziel hatten hausgemachte Probleme bei großen Projekten torpediert.

DER AKTIONÄR hatte Anlegern bereits geraten auf einen Ausbruch über die Marke bei 80,00 Euro zu spekuliere. Sollte der Aktie mit den morgigen Zahlen der nachhaltige Sprung über diesen Widerstand gelingen, sollten Anleger dabei bleiben. Die Aufwärtsbewegung sollte in diesem Fall rasch bis in den Bereich von 90,00 Euro führen.

(mit Material von dpa-AFX)

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