Siemens
- Maximilian Völkl

Siemens: Aufatmen beim Sorgenkind – wie geht es weiter?

Der Umbau bei Siemens ist nach wie vor in vollem Gang. Zwar macht die Strategie von Konzernchef Joe Kaeser Sinn, den einzelnen Geschäftsbereichen mehr Eigenständigkeit zuzusprechen. Allerdings drücken vor allem die Sorgen um die kriselnde Kraftwerkssparte weiter auf die Stimmung. Nun wurde allerdings ein wichtiger Auftrag gewonnen.

Siemens baut in Großbritannien ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk mit einer Leistung von 840 Megawatt. Auftraggeber für das schlüsselfertige Projekt ist der Versorger SSE. 350 Millionen Pfund soll das Kraftwerk kosten, das sin umgerechnet etwa 400 Millionen Euro. 2022 soll das Kraftwerk in Betriebe gehen, Siemens wird anschließend auch für 15 Jahre den Service und die Wartung übernehmen.

Trotz des Auftrags bleibt es dabei: Die Kraftwerkssparte steckt tief in der Krise. Durch die Energiewende werden immer weniger große Turbinen benötigt. Auch der Wettbewerber General Electric hat mit diesen Problemen zu kämpfen. Es werden zwar bereits massive Sparmaßnahmen umgesetzt, dennoch dürften die Schwierigkeiten kaum zu beheben sein.

Andere Bereiche ausbauen

Siemens steht wegen der Entlassungen im Kraftwerksbereich in der Kritik. Der Konzern muss allerdings aufpassen, dass er die schwache Sparte nicht zu lange durch seine attraktiven Bereiche subventioniert. Stattdessen sollten Digitale Fabrik und Co selbst ausgebaut werden. Dann dürften künftig auch höhere Kurse beim Industrieriesen möglich sein.

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