- DER AKTIONÄR

Siemens – Fit for Future?

Wegen hoher Sanierungskosten und der teuren Trennung von der Handysparte hat Siemens im Geschäftsjahr 2004/05 einen Gewinneinbruch (30. September) erlitten. Der Konzern sieht sich trotzdem auf dem richtigen Weg. Die Anleger sind da nicht so optimistisch.

Wegen hoher Sanierungskosten und der teuren Trennung von der Handysparte hat Siemens im Geschäftsjahr 2004/05 einen Gewinneinbruch (30. September) erlitten. Der Konzern sieht sich trotzdem auf dem richtigen Weg. Die Anleger sind da nicht so optimistisch.

Von Andreas Deutsch

Im Gesamtjahr kletterte der Umsatz auf 75,4 Milliarden Euro nach 70,2 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern ging hingegen von 3,40 auf 2,25 Milliarden Euro zurück. Aus den fortgeführten Geschäften erzielte das Unternehmen einen Gewinn von 3,06 Milliarden Euro. Hier hatten die Analysten mit 2,9 Milliarden Euro gerechnet.

Das operative Ergebnis der fortzuführenden Aktivitäten belief sich auf lediglich 926 Millionen Euro nach 1,47 Milliarden Euro im Jahr zuvor. "Wir sind aber auf dem besten Weg, Siemens fit für die Zukunft zu machen", so Siemens-Chef Klaus Kleinfeld. Daher sieht sich der Elektronikkonzern auch im Stande, die Dividende von 1,25 auf 1,35 Euro zu erhöhen.

Im vierten Quartal erzielte Siemens nur noch einen minimalen Gewinn von 77 Millionen Euro nach 654 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Vor allem in der Kommunikationssparte Com und beim IT-Dienstleister SBS fielen hohe Restrukturierungskosten an. Siemens will die Kosten bei SBS bis 2007 um 1,5 Milliarden Euro senken und 2.400 Stellen abbauen.

Die Anleger nehmen die Siemens-Zahlen verhalten auf. Im frühen Donnerstagshandel gibt die Aktie des Münchener Konzerns um ein halbes Prozent auf 61,73 Euro nach.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV