SHW
- Jochen Kauper - Redakteur

SHW-Aktie: Commerzbank und VW sorgen für Rückenwind

Die Ergebnisse der großen deutschen Automobilkonzerne wie VW oder BMW konnten überzeugen. In deren Fahrwasser befindet sich der Automobilzulieferer SHW. Umsatz und Gewinn klettern weiter nach oben. Wie sollten Anleger jetzt agieren?

Bei dem Automobilzulieferer SHW läuft es weiterhin hervorragend. Der Umsatz (ohne STT) kletterte in den ersten neun Monaten um 7,1 Prozent auf 253,1 Millionen Euro. Das EBITDA stieg im gleichen Zeitraum um 13,5 Prozent auf 27,8 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge lag mit 11,0 Prozent leicht über dem Vorjahreswert von 10,3 Prozent.

SHW profitiert von VW, BMW und Daimler

Die gute Entwicklung bei SHW resultiert in erster Linie aus der Vielzahl von Produktneuanläufen. „Es ist uns mit unseren CO2-relevanten Produkten gelungen, auch bei einer insgesamt deutlich rückläufigen Fahrzeugproduktion in Europa weiterhin auf Wachstumskurs zu bleiben", sagt Vorstandsvorsitzender Wolfgang Krause. Dazu kommt die derzeit stabile Fahrzeugnachfrage der Großkunden VW, BMW und Daimler. SHW profitiert hier in erster Linie von der starken Marktstellung der deutschen Hersteller, welche auf die Produkte von SHW in ihren Fahrzeugen setzen. Und auch die Weichen für die Zukunft sind bereits gestellt. „Die gerade von der Europäischen Kommission beschlossenen CO2-Ziele für das Jahr 2020 sind die Grundlage für weiteres profitables Wachstum der SHW", erläutert Krause.

Zukäufe geplant

Aus dem Verkauf des 50-prozentigen Anteils an der STT Technologies hat SHW einen Erlös von rund 42 Millionen Euro erhalten. „Grundsätzlich sind zwei Optionen für die Verwendung des Verkaufserlöses vorgesehen, eine größere Akquisition oder die teilweise Ausschüttung als Sonderdividende", sagt Wolfgang Krause. Außerdem ist beabsichtigt, den Mittelzufluss in organisches Wachstum und die Erschließung wichtiger Fahrzeugmärkte wie Brasilien, China und Nordamerika zu stecken. In Nordamerika soll vor allem das zweite Standbein der SHW, der Bereich Truck & Off-Highway, deutlich ausgebaut werden. Nachdem man das Joint Venture mit STT beendet hat, besitzt SHW beste Chancen den nordamerikanischen Markt zu erobern. Im Fokus stehen unter anderem große Konzern wie John Deere.

Positive Einschätzung

Noch vor dne Zahlen hat Analyst Daniel Schwarz von der Commerzbank sein Kursziel für die SHW-Aktie überarbeitet. Aufgrund der soliden Entwicklung hob der Experte das Ziel um zwei auf 38,50 Euro an.  

Aufwärts

Unter den Automobilzulieferern bleibt die SHW-Aktie weiterhin eine sehr gute Wahl. Geplante Zukäufe würden das Wachstum beschleunigen. Zwischen 27 und 28 Euro sollte das Papier einen tragfähigen Boden finden. In einem freundlichen Gesamtmarkt kann die Aktie auch endlich die wichtige Marke von 31,43 Euro nachhaltig überwinden. Dadurch würde gleichzeitig ein neues Kaufsignal generiert werden. Stoppkurs: 24 Euro.

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