BEACON POWER CORP. DL-,01
- DER AKTIONÄR

Schwung ins Depot

Wir betätigen den Lichtschalter und das Licht geht an. Wir schalten den Fernseher an und das Gerät läuft. Wir drehen den Knopf am Herd und die Platte wird heiß. Die permanente Stromversorgung ist mittlerweile für uns etwas alltägliches geworden. Doch immer wieder treten Differenzen zwischen der Einspeisung von Strom ins Netz und der tatsächlichen Stromentnahme durch die Kunden auf.

Bei der Stromversorgung klaffen Angebot und Nachfrage häufig auseinander. Schwungräder könnten in Zukunft die kurzfristigen Differenzen ausgleichen und damit den Markt revolutionieren.

Wir betätigen den Lichtschalter und das Licht geht an. Wir schalten den Fernseher an und das Gerät läuft. Wir drehen den Knopf am Herd und die Platte wird heiß. Die permanente Stromversorgung ist mittlerweile für uns etwas alltägliches geworden. Doch hinter den Kulissen muss dafür hart gearbeitet werden. Denn immer wieder treten Differenzen zwischen der Einspeisung von Strom ins Netz und der tatsächlichen Stromentnahme durch die Kunden auf. Diese werden kurzfristig durch Regelenergie ausgeglichen. Bislang wurde diese durch das Zu- und Abschalten von Kraftwerken zur Verfügung gestellt. Schon bald könnten Schwungrädern aber diesen Markt revolutionieren.

Zwei Anlagen in Betrieb

Das US-amerikanische Unternehmen Beacon Power hat sich auf solche Speicherkraftwerke mit Schwungrädern – die so genannte Smart Energy Matrix – spezialisiert. Die Gesellschaft hat in Kalifornien und New York bereits zwei Demonstrationsanlagen in Betrieb genommen. Das jüngste Speichersystem wurde Ende März in Amsterdam aufgebaut. In den jeweiligen Containern befinden sich fest verschlossene Zylinder, in denen Schwungräder rotieren. Der Vorteil der Räder von Beacon Power: Sie haben eine sehr lange Lebensdauer von 20 Jahren und müssen dabei nur selten gewartet werden. Sie verfügen über eine Leistung von rund 100 Kilowatt (je Schwungrad 15 Kilowatt) und können bis zu 15 Minuten Energie aufnehmen, um sie anschließend im selben Zeitraum wieder ins Netz einzuspeisen. Andere derzeit erhältliche Systeme schaffen nur Zyklen im Sekunden- oder einstelligen Minutenbereich. Ein neuer Prototyp, der das siebenfache an Leistung (je Schwungrad 100 Kilowatt) bringen soll, wird voraussichtlich Ende des Jahres vorgestellt. Profitieren könnte Beacon Power von den Bestrebungen einiger US-Bundesstaaten, darunter Kalifornien, Strom vermehrt aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Kalifornien beispielsweise will bis zum Jahr 2010 rund 20 Prozent daraus gewinnen.

Große Pläne

Im ersten Quartal dieses Jahres erwirtschaftete die Gesellschaft einen Verlust von 2,82 Millionen Dollar beziehungsweise 0,05 Dollar je Anteilschein bei Umsätzen in Höhe von 0,29 Millionen Euro. Für die Projekte im kommenden Jahr hat Beacon noch genügend Kapital zur Verfügung. Per 31. März verfügte das Unternehmen über Reserven in Höhe von 12,5 Millionen Dollar. Für die weiteren Pläne sind allerdings neue Mittel gefragt. So will Beacon in Zukunft Speicherkraftwerke selbst oder in Kooperation betreiben. Um die Voraussetzung für eine Projektfinanzierung zu schaffen, möchte die Gesellschaft einen mehrjährigen Vertrag mit so genannten Independent System Operators (ISO), die als Netzbetreiber fungieren, oder Stromversorgern aushandeln. Bei erfolgreichem Probelauf der bestehenden Demonstrationsanlagen dürfte die Bekanntgabe einer Partnerschaft nur eine Frage der Zeit sein.

Fazit

Beacon Power könnte sich mit seiner Technologie im wachsenden Markt für alternative Energien eine gute Position sichern. Die Voraussetzungen dafür sind hervorragend. Die ersten Schwungrad-Protoypen laufen bereits. Die nächsten Generation steckt bereits in der Schublade. Außerdem könnte die Bekanntgabe einer Kooperation Geld in die Kassen und weiteren Schwung in die Aktie bringen.

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