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- DER AKTIONÄR

Schwedischer Geldadel

In Schweden ist sie beinahe so bekannt wie das Königshaus: die Familie Wallenberg. Der Clan hält unter anderem mit gut 18,6 Prozent das dickste Aktienpaket an der Beteiligungsgesellschaft Investor, der unangefochtenen Nummer 1 der Branche im Land. Neben Finanzstärke bietet die Familie eine Top-Adresse für konservative Anleger.

Was andernorts die Rockefellers oder Rothschilds, sind in Schweden die Wallenbergs. Neben Finanzstärke bietet die Familie eine Top-Adresse für konservative Anleger.

In Schweden ist sie beinahe so bekannt wie das Königshaus: die Familie Wallenberg. Der Clan hält unter anderem mit gut 18,6 Prozent das dickste Aktienpaket an der Beteiligungsgesellschaft Investor, der unangefochtenen Nummer 1 der Branche im Land. Doch nicht nur dieser Anteil verschafft Schwedens Finanzdynastie mächtig Einfluss – auch an zahlreichen anderen Firmen im Portfolio selbst hält die Familie den Löwenanteil. Wobei die Anlagephilosophie der Wallenbergs auf eine langfristige, stetige Gewinnerzielung ausgerichtet ist und nicht auf den schnellen Euro um jeden Preis.

Konservativ ist Trumpf

Passend zu dieser konservativen Strategie ist das Investor-Portfolio aufgebaut. Mehr als die Hälfte des Anlagevolumens steckt im Who is Who der schwedischen Unternehmensriege wie dem Handyhersteller Ericsson, dem Bankhaus SEB sowie dem Lastwagenbauer Scania. Dazu kommen „operative“ Investments – entweder Mehrheitsbeteiligungen oder Beteiligungen in einer Höhe, die einen deutlichen Einfluss auf die jeweilige Geschäftsführung zulassen. Zum Beispiel ist Investor bei der Personalagentur Novare und dem Medizintechnik-Hersteller Gambro eingestiegen.

Wahres Kraftpaket

Ein weiterer spannender Investmentbereich ist Private Equity, also Beteiligungen an nicht börsennotierten Unternehmen. Dazu zählen etwa der chinesische Serviceanbieter GolferPass und der US-Hersteller von künstlichem Bandscheibenersatz Axiomed. Ein kleiner Rest steckt als „Financial Investment“ im Hedgefonds RAM One.
Die Beteiligungen zusammen lieferten Ende des dritten Quartals 2007 einen inneren Wert oder Net Asset Value von mehr als 19 Milliarden Euro. Das ist rund das Dreifache vom derzeitigen Börsenwert der Beteiligungsgesellschaft von rund 6,4 Milliarden Euro. Ein Abschlag von etwa 60 Prozent erscheint auch im derzeit unsicheren Marktumfeld nicht gerechtfertigt.

Investment für die lange Frist

Die schwedische Beteiligungsgesellschaft Investor ist mit dem breit gefächerten Portfolio und der langfristigen, wachtumsorientierten Strategie als konservatives Investment interessant. Zudem macht der hohe innere Wert der Beteiligungen im Vergleich zum Börsenwert des Unternehmens den Einstieg attraktiv.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 49/2007.

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