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- DER AKTIONÄR

Schwachen BIP-Daten belasten den Dow

Die Wall Street hat am Freitag leichter geschlossen. Hintergrund der Kursverluste war die nachlassende Dynamik der US-Wirtschaft. Anleger haben zudem Gewinne mitgenommen, nachdem der Dow Jones an den zurückliegenden Tagen immer neue Rekordstände erreicht hatte. Die überzeugende Quartalsbilanz von Microsoft fand bei Investoren wenig Beachtung. Papiere von Alcoa waren gesucht.

Die Wall Street hat am Freitag leichter geschlossen. Hintergrund der Kursverluste war die nachlassende Dynamik der US-Wirtschaft. Anleger haben zudem Gewinne mitgenommen, nachdem der Dow Jones an den zurückliegenden Tagen immer neue Rekordstände erreicht hatte. Die überzeugende Quartalsbilanz von Microsoft fand bei Investoren wenig Beachtung. Papiere von Alcoa waren gesucht.

Marktdaten und Konjunktur

Der Dow Jones verlor zum Handelsschluss 0,6 Prozent auf 12.090 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 sank 0,8 Prozent auf 1.377 Zähler und der Nasdaq-Composite fiel 1,2 Prozent auf 2.351 Punkte.

Die US-Wirtschaft hat im dritten Quartal 2006 ihr schwächstes Wachstum seit drei Jahren verzeichnet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs in diesem Zeitraum um nur 1,6 Prozent statt um 2,2 Prozent, wie Volkswirte erwartet hatten. Auch der Preisauftrieb hat sich abgeschwächt: Der PCE-Deflator stieg um 2,5 Prozent, nach einer Teuerung von 4,0 Prozent im Vorquartal. Damit dürften Spekulationen über eine weitere Zinserhöhung in den USA vorerst vom Tisch sein, hieß es von Marktteilnehmern.

Einzelwerte

Papiere von Alcoa gewannen 2,5 Prozent auf 28,30 Dollar. Analysten von Prudential hatten im Vorfeld die Überlegung geäußert, dass der britische Bergbaukonzern Anglo-American an dem US-Aluminiumkonzern oder dessen kanadischem Wettbewerber Alcan interessiert sein könnte. Cynthia Carroll, die mit Beginn des neuen Jahres den Posten des CEO bei Anglo-American übernimmt, war zuvor bei Alcan tätig.

Aktien von Microsoft verloren trotz guter Quartalszahlen 0,1 Prozent auf 28,34 Dollar. Im frühen Handel hatten die Titel noch zugelegt. Anteilsscheine von Intel gaben 3,1 Prozent auf 21,10 Dollar nach und Honeywell sanken 1,2 Prozent auf 42,30 Dollar. IBM ermäßigten sich um 0,9 Prozent auf 90,76 Dollar.

Gegen den Trend gewannen Aktien von Sun Microsystems 2,6 Prozent auf 5,50 Dollar. Das Unternehmen hat seinen Verlust im zurückliegenden Geschäftsquartal stärker verringert, als Analysten erwartet hatten. Papiere von McAfee verteuerten sich dank einer überraschend guten Quartalsbilanz um 5,7 Prozent auf 28,36 Dollar.

Nikkei im Minus

Die Aktienkurse an der Börse in Tokio tendierten leichter. Der Nikkei-225 verlor zum Schluss der Sitzung 317 auf 16.351 Punkte. Schwache US-Vorgaben hätten die Märkte belastet, sagten Beobachter.

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| Markus Bußler | 0 Kommentare

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