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Schöner reisen mit TUI

Europas größter Touristikkonzern TUI darf sich vor der wichtigen Sommersaison über eine gesteigerte Reiselust der Deutschen freuen. Im Eröffnungsquartal konnten die Analystenerwartungen größtenteils übertroffen werden.

Konzernchef Frenzel freut sich auf eine üppige Ernte noch in diesem Sommer. Dafür sorgt nicht zuletzt die unbändige Reiselust der Deutschen. Wen wundert's, dass die Analystenerwartungen im Eröffnungsquartal größtenteils übertroffen werden konnten.

Von Steffen Eidam

Europas größter Touristikkonzern TUI kann dem Sommer gelassen entgegensehen. Dank der gestiegenen Reiselust der Deutschen sank der traditionell im ersten Quartal anfallende Betriebsverlust, gleichzeitig vermeldeten die Hannoveraner einen zweistelligen Zuwachs beim gebuchten Umsatz.

Gelungener Jahresauftakt

In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres lag der Verlust vor Steuern und Abschreibungen (EBTA) bei 235 nach 248 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dies entspricht einer Verbesserung von 5,2 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich der Konzernumsatz von 3,52 auf 3,58 Milliarden Euro. Im Kerngeschäft Touristik stieg der Umsatz um 6,7 Prozent auf rund 2,52 (Prognose: 2,49) Milliarden Euro. Das operative Ergebnis in diesem Sektor kletterte um 6,3 Prozent auf einen Verlust von noch 192 Mio. Euro. Erfreulich: Der gebuchte Umsatz liegt 10,8 Prozent höher als im Vorjahr, was insbesondere auf das gute Geschäft in Deutschland und Mitteleuropa zurückzuführen ist.

Billigurlaub ist out

TUI-Chef Frenzel sagte, dass die Umsätze bei den Buchungen stärker als die Gästezahlen stiegen und dies ein Beweis dafür sei, dass die "Preisqualität" stimme. Damit koppele sich der Konzern vom allgemeinen Konsumententrend ab. Gerade in Deutschland - hier erhöhte sich die Anzahl der Gäste um 14,4 Prozent auf 1,62 Millionen Euro - sehe man seitens der Konzernleitung einen Wettbewerbsvorteil. Darüber hinaus wertet er die Steigerung der gebuchten Umsätze als klares Zeichen gegen Billigurlaube. Für das Gesamtjahr 2005 hält TUI weiterhin einen zweistelligen Anstieg in der Touristiksparte für erreichbar. Frenzel wolle in 2005 die "Früchte der langjährigen Arbeit ernten". Dazu soll mit der Schifffahrt auch die zweite wichtige Sparte des Konzerns beitragen, die im Berichtszeitraum ihr Ergebnis von 22 auf 25 Millionen Euro im Vorjahresvergleich ausbauen konnte.

Spannende Akquisitionspolitik

Obwohl es derzeit keine konkreten Übernahmepläne gibt, zeigt sich Finanzvorstand Rainer Feuerhake offen für mögliche Zukäufe - sofern der Preis stimmt. Für das zweite Quartal rechnet er mit dem Verkaufsabschluss der Schienen- und Container-Tochter VGT, an der die Deutsche Bahn interessiert ist. Die im US-Stahlhandel tätige PNA-Gruppe solle wie geplant bis Jahresende abgestoßen werden. Feuerhake bekräftigte außerdem das Ziel, Ende 2005 die Verschuldung auf unter zwei Milliarden Euro zu drücken. Der Billigflieger HLX soll in diesem Geschäftsjahr erstmals schwarze Zahlen schreiben, die britische Thomsonfly erst in 2006.

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