Xing
- DER AKTIONÄR

Schöne neue Werbewelt

Mit „Vitamin-B“ lebt es sich leichter. Genau das ist die Grundlage für den Erfolg von Xing. Die Online-Business-Plattform öffnet sich nun auch für den Werbemarkt. Davon profitieren sollen nicht nur die Nutzer, sondern auch das Unternehmen und seine Aktionäre.

Die Online-Business-Plattform Xing öffnet sich für den Werbemarkt. Davon profitieren sollen nicht nur die Nutzer, sondern auch das Unternehmen und seine Aktionäre.

Mit „Vitamin-B“ lebt es sich leichter. Genau das ist die Grundlage für den Erfolg der Online-Business-Plattform Xing. Auf der Internetseite des gleichnamigen Hamburger Unternehmens knüpfen mittlerweile vier Millionen Benutzer Kontakte, tauschen Nachrichten aus und bahnen neue Geschäfte an. Einer unternehmenseigenen Studie zufolge schätzen über 75 Prozent von ihnen die Relevanz von Networking im Internet hoch ein. In Zukunft werden sie auch in den „Genuss“ von Werbebotschaften kommen. Denn Xing will Teile der Plattform noch in diesem Jahr für Werbevermarkter öffnen und sich so eine weitere lukrative Einnahmequelle erschließen.

Tummelfeld für Werbetreibende

An der Börse stieß diese Meldung auf großen Anklang. Und das zu Recht, denn Xing darf auf sprudelnde Einnahmen aus dem Zusatzgeschäft hoffen. Lars Hinrichs, Vorstandsvorsitzender der Xing AG, begründete die Entscheidung gegenüber dem AKTIONÄR mit den Worten: „Die Märkte im Bereich der „Social Networks“ ändern sich rasant. Der Einstieg ins Internet verläuft heute über diese Netzwerke, Portale verlieren an Bedeutung. Diese Entwicklung bietet Social Networks enorme Monetarisierungschancen, Werbung ist damit zu einer interessanten Option geworden.“
Ihm zufolge kennt diese Entwicklung nur Gewinner. Zum einen erweitert sich der finanzielle Rahmen der Gesellschaft. So sollen die zusätzlichen Erlöse in die Verbesserung des Angebotes investiert werden – Hinrichs setzt auf die Einführung „innovativer Features und Funktionen“. Zum anderen nimmt die Abhängigkeit von den Einnahmen aus den Premium-Mitgliedschaften ab.

Zeichen stehen auf Wachstum

Nicht nur mithilfe der zusätzlichen Einnahmen will das Unternehmen auch in Zukunft weiterwachsen. Die Mitgliederzahlen steigen kontinuierlich an, zusätzlich beflügelt durch bereits getätigte Übernahmen. Für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Hinrichs weiterhin optimistisch. Die zu Jahresbeginn geäußerte Prognose, den Umsatz auf etwa 20 Millionen Euro verdoppeln zu wollen und dabei eine EBITDA-Marge von 30 bis 35 Prozent zu erreichen, hat nach wie vor Bestand. Für 2008 rechnen Analysten mit einem Anstieg des Gewinns um 121 Prozent auf acht Millionen Euro.

Fazit

Die Öffnung der Plattform für den Werbemarkt dürfte der Aktie von Xing zusätzlichen Auftrieb verleihen. In den Schätzungen der Analysten sind eventuelle Werbeerlöse noch nicht berücksichtigt und auch an der Börse sind sie noch nicht vollständig eingepreist. Damit ist das Papier mit einem 2008er-KGV von 21 angesichts der ohnehin hohen Wachstumsraten bei weitem nicht überteuert. Anleger nutzen die Gunst der Stunde und positionieren sich frühzeitig.

 

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| Julia Breuing | 0 Kommentare

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