Solarworld
- Alfred Maydorn - Redakteur

Schock für Q-Cells, Solarworld, Yingli und Co: Apple-Zulieferer will Solarbranche aufmischen

Das hat der ohnehin schwer unter Druck stehenden Solarbranche gerade noch gefehlt. Der Elektronik-Konzern Foxconn will ins Solargeschäft einsteigen. Foxconn ist unter anderem Auftragsproduzent von Apple. Der Neueinstieg des Elektronik-Riesen dürfte die Margen für Solarzellen und -module weiter zusammenschmelzen lassen.

Mit 1,2 Millionen Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über 80 Milliarden Dollar ist Foxconn aus Taiwan einer der weltweit führenden Hersteller von Elektronik- und Computerteilen. In Kürze wird das Sortiment um Solarzellen erweitert. Zunächst sollen 30 Millionen Dollar in den Aufbau der Produktion investiert werden.

Hauchdünne Margen

Foxconn ist in der Elektrobranche bekannt für extrem niedrige Produktionskosten. Fast alle großen Technologiekonzerne lassen sich von den Taiwanesen ihre Geräte zusammenbauen. Die Margen sind mit lediglich fünf Prozent hauchdünn. In der Solarbranche sind eher Margen zwischen 20 und 30 Prozent üblich.

„Der Einstieg von Foxconn in die Solarbranche wird den Wettbewerb verschärfen und die Margen weiter unter Druck bringen" urteilt Lian Rui, Analyst des Branchendienstes Solarbuzz. Und das schon recht bald, denn bereits im Mai 2012 soll die Produktion anlaufen. Details über die Produktionskapazität wurden bisher nicht veröffentlicht.

Probleme auch für die Chinesen

Durch den Einstieg des Elektronikriesen Foxconn dürften die Preise für Solarzellen und -module weiter unter Druck kommen. Schlechte Nachrichten für die ohnehin kaum mehr konkurrenzfähigen deutschen Hersteller wie Q-Cells oder Solarworld. Aber auch die chinesischen Solarfirmen wie Yingli Green Energy, Suntech Power oder Trina Solar werden sich etwas einfallen lassen müssen.

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