Allgeier Holding
- DER AKTIONÄR

Schlummernde Potenziale

Das schöne an deutschen Nebenwerten ist, dass man von Zeit zu Zeit auf echte Perlen stößt, deren Glanz die meisten Anleger erst spät erkennen. Gerade dieser Umstand verspricht jedoch hohe Kursgewinne. Zu solchen vielversprechenden Unternehmen zählt zweifelsohne auch die in München ansässige Allgeier AG. Nach erfolgreicher Restrukturierung präsentiert sich die Firma als Spezialist für Personaldienstleistungen.

Nach erfolgreicher Restrukturierung präsentiert sich die Münchener Allgeier AG als Spezialist für Personaldienstleistungen – mit vielversprechenden Aussichten.

Das schöne an deutschen Nebenwerten ist, dass man von Zeit zu Zeit auf echte Perlen stößt, deren Glanz die meisten Anleger erst spät erkennen. Gerade dieser Umstand verspricht jedoch hohe Kursgewinne. Zu solchen vielversprechenden Unternehmen zählt zweifelsohne auch die in München ansässige Allgeier AG.

Erfolgreich restrukturiert

Den meisten Anlegern ist Allgeier nur aus Zeiten des Neuen Marktes, als eines von vielen IT-Systemhäusern bekannt, das mit hohen Verlusten zu kämpfen hatte. Diese Zeiten sind jedoch längst vorbei: 2005 erfolgte der Turnaround, nachdem die Firma vom reinen, defizitären Systemhaus zum profitablen Dienstleister umgekrempelt wurde. Durch Akquisitionen hat sich Allgeier zuletzt vor allem im stark wachsenden Bereich Personaldienstleistungen verstärkt – ein Aspekt, der von der Börse bisher kaum honoriert wurde. Der deutsche Markt für Personal Services wächst mit rund sieben Prozent jährlich und hat ein Volumen von über fünf Milliarden Euro. Die kürzlich erfolgte Übernahme der Zeitarbeitsfirma DIS durch die Schweizer Adecco-Gruppe zeigt, dass gerade der deutsche Personaldienstleistungs-Sektor durch die Flexibilisierung des deutschen Arbeitsmarktes große Potenziale verspricht.

Versteckte Werte

Umso erstaunlicher, dass die Börse den Zeitarbeitsaspekt bei Allgeier scheinbar völlig ausklammert. Als reiner Personaldienstleister ist Amadeus Fire am besten mit den Münchenern vergleichbar. Allein mit Personaldiensten dürfte Allgeier im laufenden Jahr deutlich über 80 Millionen Euro erlösen und trotz Integrationskosten ein operatives Ergebnis (EBIT) von über sechs Millionen Euro erwirtschaften. Amadeus Fire dagegen wird nur rund 64 Millionen Umsatz und knapp sechs Millionen Euro EBIT generieren. Dennoch liegt der Börsenwert von Amadeus bei aktuell 54 Millionen Euro – so viel bringt nicht einmal die komplette Allgeier Holding AG auf die Waage. Würde man für Allgeier die selbe Bewertung wie bei Amadeus Fire zu Grunde legen, wäre alleine das Personalservicegeschäft fast 70 Millionen Euro wert.

50-Prozent-Chance

Allgeier hat sich durch die Konzentration auf das Zeitarbeitsgeschäft in einem wachsenden und hoch interessanten Markt positioniert. Die Aktie ist mit einem 2007er-KGV von 8 überaus günstig. Der obige Vergleich zeigt zudem, dass Allgeier reichlich Bewertungsreserven hat. Eine realistische 50-Prozent-Chance.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 36/2006.

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