Commerzbank
- Thorsten Küfner - Redakteur

Schiffskredite: Das sagt die Commerzbank

Nach den aufkommenden Gerüchten, wonach die Commerzbank weitere Abschreibungen auf die zum Verkauf stehenden Schiffskredite hinnehmen muss, hat sich nun die Commerzbank zu diesem Thema geäußert. Kann damit der Kursverfall gestoppt endlich werden?

Die Commerzbank-Aktie war gestern erheblich unter Beschuss geraten und markierte neue Allzeittiefs. Neben der Charttechnik sorgten auch Meldungen, wonach die Frankfurter Großbank beim Abbau des hohen Bestands an Schiffsfinanzierungen (Höhe und Aufteilung des Kreditportfolios finden Sie hier) weitere herbe Abschreibungen hinnehmen müsse. Daraufhin hat sich gestern Stefan Otto, Bereichsvorstand Non Core Assets-Deutsche Schiffsbank, zu diesem Thema geäußert.

Keine Notverkäufe

Otto stellte klar: „An unserer in 2012 kommunizierten Abbaustrategie für das Segment Non Core Assets hat sich nichts geändert. Wir wollen die Portfolien wertschonend und über die Zeit abbauen: Es gibt keine Firesales. Das gilt auch für die Schiffsportfolios." Demnach bleibt es dabei: Das Portfolio an Schiffskrediten soll bis 2016 um 40 Prozent reduziert werden. Hohe Abschläge bei Verkauf von Schiffskrediten werde man demnach also nicht hinnehmen wollen. Wohl auch um derartige Abschreibungen zu vermeiden, hat sich die Commerzbank dazu entschlossen, einige Schiffe selbst zu betreiben und hierzu die Hanseatic Ship Asset Management gegründet.

Günstig wie nie, aber kein Kauf

DER AKTIONÄR rät weiterhin von jeglichem Engagement bei der Commerzbank ab. Fundamental betrachtet sprechen die chronische Ertragsschwäche, die trüben Aussichten und die im Branchenvergleich hohe Bewertung gegen den DAX-Titel. Und auch das Chartbild ist nach dem Rutsch unter das bisherige Allzeittief alles andere als freundlich.

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| Nikolas Kessler | 0 Kommentare

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