EXCEL MAR.CARRIERS
- DER AKTIONÄR

Schiff ahoi!

Ob Legende oder wahre Begebenheit – die Arche Noah zählt zu den berühmtesten Frachtschiffen der Welt. So dramatisch wie in der Bibel ist der Zweck heutiger Frachter nicht mehr. Doch der Bedarf an Transporten quer über die Meere ist mit der anziehenden Weltkonjunktur kräftig gestiegen.

Vor allem Asiens Riesen China und Indien verschlingen Rohstoffe ohne Ende. Schiffsflotten verdienen als Transporteure kräftig mit.

Ob Legende oder wahre Begebenheit – die Arche Noah zählt zu den berühmtesten Frachtschiffen der Welt. So dramatisch wie in der Bibel ist der Zweck heutiger Frachter nicht mehr. Doch der Bedarf an Transporten quer über die Meere ist mit der anziehenden Weltkonjunktur kräftig gestiegen.

Leinen los für Massengut

Vor allem der Seetransport von sogenanntem Massengut hat deutlich zugenommen – einzelne Waren, die ganze Schiffe füllen: „festes“ oder „trockenes“ Gut wie Kohle oder Autos und „flüssige“ Produkte wie Öl oder Flüssiggas. Allein der Schiffstransport von Eisenerz hat nach Angaben des norwegischen Marktbeobachters Fearnley Consultants & Fearnresearch seit dem Jahr 2000 um nahezu 70 Prozent zugelegt. Die Kohleverschiffung ist in dieser Zeit um 50 Prozent angewachsen. Der Trend setzt sich fort: Bis Ende 2008 erwarten die Fachleute einen Zuwachs etwa bei der Eisenerzfracht gegenüber Ende 2006 von rund 16 Prozent und bei Kohle von mehr als neun Prozent. Aus China sieht Fearnley einen schier endlosen Bedarf an Eisenerz. Bei Kohle rechnen sie mit einem jährlichen Nachfrageplus aus Indien von 15 Prozent bis 2013. Weitere Großkäufer sind die USA, Indonesien und Russland.

Volle Fahrt voraus

Von diesem Kuchen kann sich Excel Maritime Carriers ein dickes Stück abschneiden. Die griechische Reederei verschifft vor allem Massengut wie Eisenerz, Kohle und Getreide, aber auch Bauxit und Stahlprodukte. Das zweite Vierteljahr 2007 spiegelt den Boom der Branche wider: Der Flottenbetreiber hat in dieser Zeit die Analystenerwartungen weit übertroffen. Der Nettogewinn hat sich gegenüber dem Vorjahresquartal auf rund 20 Millionen Dollar oder 1,02 Dollar pro Aktie mehr als vervierfacht. Analysten hatten im Schnitt mit 0,57 Dollar Plus pro Anteilschein gerechnet. Bis Ende 2008 schätzen die Fachleute das Gewinnwachstum auf gut 40 Prozent. Dank des guten Ergebnisses hat Excel Maritime eine Quartalsdividende von 0,20 Dollar pro Aktie angekündigt. Sie wird für Anteilseigner, welche die Aktie am 31. August im Depot haben, am 10. September fällig.

Ein weiterer Profiteur ist TBS International Limited, die in Bermuda firmiert und im Schwerpunkt Massengut und andere Frachtarten über die Weltmeere lenkt. Auch diese Flotte hat ein erfolgreiches zweites Quartal hingelegt: Der Nettogewinn zum Vorjahresquartal hat sich bei einem Umsatzwachstum von 30 Prozent auf nahezu 22 Millionen Dollar verdreifacht. In den nächsten Jahren will TBS angesichts der anhaltenden Nachfrage, und um ältere Schiffe zu ersetzen, die Flotte aufstocken. Der Konzern hat unter anderem bei chinesischen Werften die Lieferung von zwei Spezialschiffen bis zum Jahr 2009 und vier weiteren bis 2010 vereinbart.

Komm an Bord!

Die Welt braucht Rohstoffe – die transportiert werden müssen. Reedereien wie Excel Maritime Carriers und TBS International Limited eröffnet dies kräftige Verdienstmöglichkeiten, zumal die Nachfrage allein nach dem Verschiffen von Massengut hoch bleiben dürfte. Beide Aktien sind spekulative Investments und damit eher etwas für risikobereite Anleger. Wegen kleiner Handelsumsätze in Deutschland sollten die Papiere dort limitiert geordert werden.

Kursziel bei Excel Maretime: 31,20 Euro. Stopp: 17,20 Euro.

Kursziel bei TBS International: 30,50 Euro. Stopp: 16,50 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 35/2007.

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