TEFRON LTD.
- DER AKTIONÄR

Schicke Mode zum Knüllerpreis

Sportartikelgiganten wie Nike oder Reebok beziehen ihre Ware von der israelischen Textilfirma Tefron. Deren Spezialität ist nahtlose Sportbekleidung mit flotten Mustern. Tefron produziert auf 900 Maschinen etwa Laufhosen, Bademoden oder Unterwäsche. Voriges Jahr setzten die Israelis insgesamt 188 Millionen Dollar um. Gegenüber 2006 entsprach dies einem Zuwachs um zehn Prozent.

Tefron ist sehr günstig bewertet. Dabei ist die Textilfabrik Zulieferer für die größten Sportmarkenartikler der Welt. Umsatz und Gewinn steigen stetig.

Sportartikelgiganten wie Nike oder Reebok beziehen ihre Ware von der israelischen Textilfirma Tefron. Deren Spezialität ist nahtlose Sportbekleidung mit flotten Mustern. Tefron produziert auf 900 Maschinen etwa Laufhosen, Bademoden oder Unterwäsche. Voriges Jahr setzten die Israelis insgesamt 188 Millionen Dollar um. Gegenüber 2006 entsprach dies einem Zuwachs um zehn Prozent. Im vergangenen Jahr schnellte der Überschuss von 8,7 auf 18,3 Millionen Dollar. Das entspricht einer schönen Nettomarge von 9,7 Prozent.

Drei Sparten

Im Bereich der Unterwäsche (101 Millionen Dollar Umsatz) zählen Victoria’s Secret, Bana Republic, Calvin Klein, GAP und Target zu den Kunden. Größter Abnehmer im Sportsegment mit 59 Millionen Dollar Umsatz ist Nike – gefolgt von Lululemon Athletic und Reebok. In ihrer dritten Sparte Bademoden erlösen die Israelis 28 Millionen Dollar. Auf der Gehaltsliste stehen 2.000 Namen. Davon sind 1.400 in Israel und 600 im Niedriglohnland Jordanien beschäftigt. Hinzu kommen 1.000 Subarbeitnehmer in Jordanien.

Nahezu schuldenfrei

Die Bilanz ist frei von Webfehlern: Seit 2004 hat Finanzvorstand Asaf Alperovitz die Nettoschulden von 64 Millionen Dollar auf zuletzt fünf Millionen abgebaut. Mit einer Eigenkapitalquote von 50 Prozent ist das Geschäft solide durchfinanziert. Wie am Schnürchen lief der Kurs: Seit Anfang 2005 kletterte der Titel von vier auf über zwölf Dollar Mitte 2006. Doch seither steht die Aktie unter Druck. Grund: Tefron kündigte ein schwächeres erstes Halbjahr 2007 an, weil Nike seine Abnahmemenge wegen neuer Produktlinien vorübergehend reduzierte. Es besteht jedoch kein Grund zur Sorge. Im Gespräch mit dem AKTIONÄR versicherte Finanzchef Alperovitz die Zusammenarbeit mit dem weltweit größten Sportartikelhersteller sei noch nie so gut gewesen. Am Hauptsitz von Nike arbeiten 13 Tefron-Mitarbeiter, um die Kooperation einwandfrei zu gestalten.

Niedriges KGV, hohe Dividende

In der laufenden Periode dürften Umsatz und Profit auf 210 Millionen beziehungsweise 19,5 Millionen Dollar anziehen. Dem steht ein Börsenwert von 196 Millionen Dollar gegenüber. Eine adrette Bewertung: Das Kurs-Umsatz-Verhältnis beträgt weniger als 1, das KGV nur 10. Zudem überzeugt die Ausschüttungspolitik: Für dieses Jahr dürften, wenn alles glatt läuft, schätzungsweise 0,50 Dollar je Aktie ausgekehrt werden. Dies bringt eine Dividendenrendite von mehr als fünf Prozent ein. Aktienorders sollten mit einem Limit versehen werden, da der Handel in Berlin deliquider ist.

Kursziel bie Tefron: 12,00 Euro. Stopp: 5,25 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 13/2007.

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