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Schering - Sorgen um zwei Hoffnungsträger

Bei der Berliner Schering AG hat man sich einen schöneren Wochenausklang gewünscht. Mit mehr als drei Prozent Verlust ziert die Aktie das untere Ende der DAX-Liste. Die Hoffnungsträger YAZ und Betasteron spielen dabei eine zentrale Rolle.

Bei der Berliner Schering AG hat man sich einen schöneren Wochenausklang gewünscht. Mit mehr als drei Prozent Verlust ziert die Aktie das untere Ende der DAX-Liste. Die Hoffnungsträger YAZ und Betasteron spielen dabei eine zentrale Rolle.

Von Steffen Eidam

Bis zum frühen Nachmittag verlieren die Titel von Schering mehr als 3,1 Prozent auf 54,76 Euro und stehen damit am Ende der DAX-Liste. Zum einen muss der Pharmakonzern eine Verzögerung bei der Zulassung seines Verhütungsmittels YAZ in Kauf nehmen. Demnach hat die US-Gesundheitsbehörde FDA der amerikanischen Tochter Berlex mitgeteilt, dass sich die Prüfung des Zulassungsantrages für YAZ verlängert. Eine Entscheidung werde jetzt für das erste Quartal 2006 erwartet. Darüber hinaus müssen die Berliner rund eine Milliarde Euro locker machen, um das wichtigste Medikament Betaseron (in Europa Betaferon) weiterhin exklusiv vermarkten zu können.

Die Analysten der HypoVereinsbank stufen die Aktien von Schering von "Outperform" auf "Underperform" ab. Das neue Kursziel wird bei 59 Euro taxiert. Bei der Pacific Continental Sec. sieht man in erster Linie die hohen Ausgaben für Betasteron als Problem. Das Geld könnte später bei möglichen Akquisitionen fehlen. Die Unverändert mit "peer perform" stufen die Analysten von Bear Stearns die Aktie von Schering ein. Die verzögerte YAZ-Zulassung sollte sich kaum auf die Notierung auswirken. Auch der Fall Betaseron dürfte nicht mehr als eine "Formalie" sein.

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