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Schering - Gesunde Entwicklung

Der Pharmakonzern Schering hat sein Profitabilitätsziel für 2005 nach oben geschraubt und sorgt somit für einen freundlichen Wochenauftakt im DAX.

Der Pharmakonzern Schering hat sein Profitabilitätsziel für 2005 nach oben geschraubt und sorgt somit für einen freundlichen Wochenauftakt im DAX. Dabei stechen vor allem zwei Produkte heraus.

Von Steffen Eidam

Das kann man einen gelungen Auftakt in die neue Börsenwoche nennen: Mit einem Plus von 2,88 Prozent auf 51,49 Euro setzt sich die Schering-Aktie an die Spitze der Gewinnerliste im DAX. Zuvor hat Konzernchef Hubertus Erlen eine operative Marge von "mehr als 17 Prozent" im Gesamtjahr in Aussicht gestellt. Das Geheimnis des Erfolgs lässt sich in erster Linie an zwei Medikamenten ausmachen.

Starkes drittes Quartal

Die Schering AG hat im dritten Quartal ein Rekordergebnis erzielt. Aufgrund der starken Umsätze der Produkte Betaferon und Yasmin verbesserte sich der operative Gewinn um 33 Prozent auf 244 Millionen Euro, während der Umsatz währungsbereinigt um neun Prozent auf 1,355 Milliarden Euro anwuchs. In beiden Fällen konnten somit die Analystenprognosen übertroffen werden. Für das Gesamtjahr rechnen die Berliner nun mit einer operativen Marge von über 17 Prozent. Bisher hatte der Pharmakonzern eine Marge von 16,5 bis 17 Prozent in Aussicht gestellt. Beim Umsatz peilt das Management weiterhin ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Der Hauptumsatzträger Betaferon soll auf Jahressicht ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich erzielen, während man sich von der Anti-Babypille Yasmin, dem bislang zweitstärksten Produkt, ein zweistelliges Umsatzplus erwartet.

Das sagen die Analysten

Vorstandsvorsitzender Hubertus Erlen bezeichnete den Geschäftsverlauf als "außerordentlich positiv". Die Analystengarde ist - wie so oft - geteilter Meinung: Bei der Commerzbank weist man auf die diversen Verzögerungen hin, die sich die Berliner bei der Einführung neuer Medikamente erlaubt hatten. Nun sei die bis zum Jahresende erwartete Zulassung des Verhütungsmittels "Yaz" in den USA entscheidend. Die Landesbank Rheinland-Pfalz sieht in der Schering-Aktie nach wie vor einen "Marketperformer". Die Daten für das dritte Quartal waren ausgezeichnet, darüber hinaus kommt der Konzern sehr schnell beim Kostenabbau voran. Davon sollte die Aktie profitieren können, allerdings sei das grundsätzliche Problem, die leere Pipeline bei den Spezialtherapeutika, dadurch nicht gelöst. Das Kursziel der Experten liegt bei 57,00 Euro. Dass es nicht zu einer besseren Einschätzung wie "Market Perform" reicht, hängt in erster Linie an der schwachen Pipeline.

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