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- DER AKTIONÄR

Scheibchenweise

Einer der wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung von Solarzellen, das Silizium, ist knapp. Die Solarfirmen sichern sich das Material deshalb langfristig und versuchen, so sparsam wie möglich zu wirtschaften. Ein Weg führt über die Dicke der Wafer – bis 2010 dürfte das übliche Maß von derzeit 220 bis 240 auf 175 bis 200 Mikrometer schrumpfen. Meyer Burger bietet schon heute Spezialmaschinen an, die dazu in der Lage sind.

Die boomende Solarindustrie beschert dem Spezialmaschinenbauer Meyer Burger rosige Wachstumschancen.

Einer der wichtigsten Rohstoffe für die Herstellung von Solarzellen, das Silizium, ist knapp. Die Solarfirmen sichern sich das Material deshalb langfristig und versuchen, so sparsam wie möglich zu wirtschaften. Ein Weg führt über die Dicke der Wafer – bis 2010 dürfte das übliche Maß von derzeit 220 bis 240 auf 175 bis 200 Mikrometer schrumpfen. Meyer Burger bietet schon heute Spezialmaschinen an, die dazu in der Lage sind.

Erfahrung zahlt sich aus

Das Trennen harter und spröder Werkstoffe ist schon seit 50 Jahren die Kernkompetenz von Meyer Burger. Aufträge aus der Halbleiter- oder etwa der Keramikindustrie machen aber nur noch rund ein Viertel des Geschäfts aus – mittlerweile zählt die Solarindustrie mit 75 Prozent zum Hauptumsatztreiber. Das zahlt sich aus: Im Geschäftsjahr 2006 haben die Schweizer mit 83 Millionen Franken 40 Prozent mehr erlöst als im Vorjahr, der Gewinn legte um 108 Prozent auf 5,6 Millionen Franken zu. Für 2007 stellt Vorstandschef Peter Pauli ein Umsatzwachstum um knapp ein Drittel bei einer EBITMarge zwischen neun und elf Prozent in Aussicht.

Begründeter Optimismus

Jüngst flatterten Aufträge vom chinesischen Waferproduzenten ReneSola und dem norwegischen Siliziumhersteller REC mit einem Volumen von insgesamt 70 Millionen Franken ins Haus. Zudem dürfte 2007 noch eine Akquisition erfolgen – das Unternehmen plant, künftig eine breitere Produktpalette anzubieten. Weitere Zukäufe dürften folgen, denn mit liquiden Mitteln in Höhe von 43 Millionen Franken und einer Eigenkapitalquote von 40 Prozent ist das finanzielle Polster komfortabel. Vorteilhaft ist zudem die regionale Ausrichtung der Schweizer – zwei Drittel des Geschäfts generiert Meyer Burger im wachstumsstarken Asien.

Scheiben abschneiden

Seit dem Börsengang Ende 2006 hat das Meyer-Burger-Papier rund 200 Prozent zugelegt. Nach dieser Kursrallye ist die Aktie mit einem 2008er-KGV von 28 kein Schnäppchen mehr. Dennoch: Das starke Wachstum durch die hohe Nachfrage aus der Solarbranche, speziell in Asien, rechtfertigt einen großen Teil der Bewertung. Spekulative Anleger schneiden sich ein paar Scheiben des Spezialsägenbauers für ihre Depots ab.

Kursziel bei Meyer Burger: 120,00 Euro. Stopp: 72,00 Euro.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 19/2007.

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