DAX
- Andreas Deutsch - Redakteur

"Krise Ende 2012 im Griff"

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble erwartet, dass die Schuldenkrise im Euroraum im kommenden Jahr gelöst werden kann. Ein Auseinanderbrechen der Eurozone schloss Schäuble definitiv aus. Wie reagiert die Börse auf die Worte des Finanzministers?

"Ich glaube, dass wir in den nächsten zwölf Monaten so weit sind, dass wir die Ansteckungsgefahren gebannt und die Euro-Zone stabilisiert haben werden", sagte Schäuble dem Handelsblatt. Er sei "zuversichtlich, dass alle Euro-Staaten große Fortschritte bei der Bewältigung der jeweiligen Probleme gemacht haben werden".

"Nicht schädlich"

Sollten die Beschlüsse des letzten Euro-Gipfels umgesetzt werden, könnten bald "Lösungen für die akuten Finanzierungsprobleme einzelner Länder" präsentiert werden. "Für manche Staatsanleihen muss im Zweifel ein etwas höherer Zinssatz bezahlt werden", so Schäuble weiter. Das sei allerdings "nicht schädlich und kann zudem die Einsicht fordern, dass man die eigentlichen Ursachen der Krise in Angriff nehmen muss: zu hohe Schulden und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit".

Politik kämpft

Schäuble hält ein Auseinanderbrechen der Eurozone für ausgeschlossen. „Eine Währungsgemeinschaft schweißt das Schicksal von Staaten zusammen. Die politisch Verantwortlichen der Eurozone tun deshalb alles, um ein Auseinanderfallen zu verhindern."

DAX wird steigen

Die Aussagen von Wolfgang Schäuble kommen bei den Anlegern gut an. Der DAX notiert vorbörslich mit 0,4 Prozent im Plus. DER AKTIONÄR erwartet ein positives Jahr für deutsche Blue Chips. Welcher Wert besonders viel Potenzial hat, lesen Sie im aktuellen AKTIONÄR.

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