Sberbank
- Fabian Strebin - Redakteur

Sberbank im Abwärtssog: Alles verkaufen?

Die Aktien der russischen Sberbank gehörten 2016 an der Börse zu den Highflyern. Das Kursplus betrug 96,9 Prozent. Auf Sicht der letzten zwölf Monate legte der Kurs allerdings nur um zwölf Prozent zu. Das Problem: Zuletzt kam die Aktie gehörig unter die Räder.

Trump enttäuscht

Ein Grund ist der zuletzt deutlich niedrigere Ölpreis. Dadurch kam es zu einem Abverkauf russischer Aktien, der auch vor der Sberbank nicht Halt machte. Belastet hat außerdem die Erneuerung der Sanktionen des Westens gegen die Wirtschaft Russlands. Die Sberbank als größte Bank des Landes ist davon auch betroffen. Dabei hatten nicht wenige Experten damit gerechnet, dass Trump auf Russland zugeht und zumindest einen Teil der Maßnahmen entschärft.

An der Sberbank zeigt sich einmal mehr, wie abhängig die Börse in Moskau von Schwankungen des Ölpreises ist. Operativ könnte es bei dem Konzern nicht besser laufen: Im ersten Quartal 2017 erzielten die Russen mit 166 Milliarden Rubel (2,46 Milliarden Euro) einen Rekordgewinn. Nach zwei Jahren der Rezession wird in Russland im laufenden Jahr zudem wieder mit einem Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent gerechnet.

Stopp beachten

Die Sberbank ist mit einem KGV von nur 5 und einer Dividendenrendite von vier Prozent im Gegensatz zu westlichen Konkurrenten spottbillig. Allerdings zeigt der Kurssturz der vergangenen Wochen, wie hoch die Abhängigkeit der Aktie vom Ölpreis ist. Das Papier bleibt nichts für schwache Nerven. Anleger beachten den Stoppkurs bei 8,50 Euro.

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