Sberbank
- Fabian Strebin - Redakteur

Sberbank: Was tun nach der Kursrallye?

DER AKTIONÄR hatte die Aktie der russischen Sberbank Anfang des Jahres als heiße Wette empfohlen. Zur Annäherung zwischen Russland und den USA kam es zwar nicht, doch das kann Sberbank-Anteilseignern auch egal sein. Denn seitdem hat der Kurs um 26 Prozent zugelegt. Anleger stehen nun vor der Frage, ob sie Gewinne mitnehmen sollen oder nicht.

Die Zahlen zum hervorragenden dritten Quartal haben die Notierung zuletzt befeuert: Mit 224 Milliarden Rubel (3,24 Milliarden Euro) hat die Sberbank die Erwartungen der Analysten um 15 Prozent übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr wurden 20 Prozent mehr verdient. Es war der größte Quartalsgewinn in der Unternehmensgeschichte. Dabei half sowohl ein zunehmendes Nettozinseinkommen, als auch steigende Provisionen. Zudem gingen die Risikokosten zurück.

Nach Zahlen hat die Sberbank die Prognose für die Eigenkapitalrendite bezogen auf das Gesamtjahr erhöht: Statt 20 Prozent erwartet der Vorstand nun mehr als 20 Prozent. Wie stark diese Zahl wirklich ist, zeigt ein Vergleich auf den Mittelwert, den europäische Großbanken im dritten Quartal erzielten. Er beträgt nur 7,9 Prozent.

Zuletzt gab es Gerüchte, dass der russische Staat als größter Anteilseigner auf eine höhere Dividende im kommenden Jahr drängen würde. Neue Nahrung gibt den Gerüchten die Tatsache, dass die Sberbank als erstes Finanzinstitut des Landes einen internen Ansatz bei der Berechnung der Eigenkapitalunterlegung verwenden darf. Dadurch sinkt das vorzuhaltende Kapital nach Unternehmensangaben um 0,4 Prozent. Bis zum Jahr 2020 könnte der Rückgang annähernd ein Prozent betragen. Die Dividendenrendite beträgt aktuell bei 2,4 Prozent.

Rücksetzer zum Einstieg nutzen

Die Aktie der befindet sich seit Anfang Juli in einem intakten Aufwärtstrend. Die jüngste Kursschwäche sollten Anleger zum Einstieg nutzen, denn die Aussichten sind weiterhin gut. Das Kursziel wird auf 18,00 Euro erhöht, der Stopp auf 11,00 Euro nachgezogen.

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