Interseroh
- DER AKTIONÄR

Sauber-Mann vom Rhein

Interseroh bietet seinen Kunden ein sehr breit gefächertes Angebot an Recyclinglösungen. Von der Verwertung von Plastik über Metall bis hin zu Altholz reicht das Spektrum. Das Geschäft mit dem "Grünen Punkt" eröffnet den Kölnern derzeit die größten Chancen. Analysten rechnen mit einem zweistelligen Prozentzuwachs beim Konzernumsatz bis Ende 2007 durch die im Mai in Kraft getretene Verordnung für Einwegpfand.

Interseroh verzeichnet steigende Umsatzzahlen durch seine Lösungen für das Duale System. Die neue Einwegpfand-Regelung beschert den Kölnern weitere Einnahmequellen.

Anfang des Jahres sah es so aus, als ob Interseroh vom Konkurrenten Alba übernommen würde. Das Angebot von 26,20 Euro je Aktie erschien der Börse aber zu niedrig. Seitdem hält sich das Papier konstant über diesem Kurs. Der Übernahmeversuch zeigt, dass die Interseroh-Aktie bisher unterbewertet war und die Recyclingbranche weitere Potenziale birgt.

Der Punkt macht es

Interseroh bietet seinen Kunden ein sehr breit gefächertes Angebot an Recyclinglösungen. Von der Verwertung von Plastik über Metall bis hin zu Altholz reicht das Spektrum. Das Geschäft mit dem „Grünen Punkt“ eröffnet den Kölnern derzeit die größten Chancen. Analysten rechnen mit einem zweistelligen Prozentzuwachs beim Konzernumsatz bis Ende 2007 durch die im Mai in Kraft getretene Verordnung für Einwegpfand. Interseroh hat kürzlich zwölf Sammelzentren für Einwegflaschen und Dosen im ganzen Bundesgebiet in Betrieb genommen. Spezielle Maschinen können hier bis zu einer Milliarde Plastikflaschen jährlich erfassen und verarbeiten. Eine Erweiterung um drei neue Standorte ist für das laufende Jahr geplant, da die Branche von einem jährlichen Volumen von über zehn Milliarden Flaschen bis 2010 ausgeht.

Spannende Ziele

Außerdem ist Interseroh in vierzehn Bundesländern mit seinem Dualen System aktiv. Damit erreicht der Recyclingspezialist mit seinen Lösungen für den Verpackungsmüll knapp 85 Prozent der Bundesbürger. Bis Ende des Jahres sei Interseroh flächendeckend in Deutschland aktiv, so Vorstand Roland Stroese. Derzeit erreicht der Konzern einen Marktanteil von gut 15 Prozent beim Dualen System. Bis Ende 2007 will Interseroh ein Viertel des deutschen Müllgeschäfts mit dem „Grünen Punkt“ beherrschen. Zusätzlich Impulse erhofft sich Interseroh durch weitere Expansion nach Osteuropa und in Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien. Dort ist Recycling eine Zukunftsbranche, die bis jetzt so gut wie nicht existiert. In Shanghai ist Interseroh bereits mit 50 Prozent an einer Sortierungsanlage für Altpapier beteiligt. Im laufenden Jahr dürfte Interseroh 1,09 Milliarden Euro umsetzen. Den Gewinn erwarten Analysten bei 21,4 Millionen Euro beziehungsweise 2,18 Euro je Aktie. Damit ist auch eine Anhebung der bisherigen Dividende von 0,86 Euro je Aktie möglich.

Mit Müll punkten

Interseroh präsentiert wachstumsstarke Lösungen für das Duale System. Außerdem verspricht der Expansionsdrang der Kölner nach Osteuropa und in diverse Schwellenländer mittelfristig zusätzliche Gewinne. Anleger sollten sich ein paar Aktien als Beimischung ins Depot legen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| DER AKTIONÄR | 0 Kommentare

Interseroh: Umsatz klettert

Interseroh verbuchte beim EBIT ein Plus von 65,9 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern lag bei 15,6 Millionen Euro. Auch der Umsatz kletterte um 30,4 Prozent nach oben auf 435,7 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich, auch wenn Interseroh mit einem schwächeren vierten Quartal rechnet

mehr
| DER AKTIONÄR | 0 Kommentare

Dreckige Gewinne

Die Welt erstickt im Müll. Jedes Jahr werden allein in Deutschland 400 Millionen Tonnen Abfall produziert. 60 Prozent davon entfallen auf Bauschutt und Bodenaushub. Bergbau und Gewerbe kommen auf eine weitere Menge von 80 Millionen Tonnen. Zusätzliche 50 Millionen entfallen auf Abfälle aus Privathaushalten – je Bürger sind das über 600 Kilogramm Müll. Doch Müll ist nicht gleich Müll. mehr