WENDY'S INTL INC.
- DER AKTIONÄR

Satte Gewinne

Trotz Gesundheitswelle und Diätwahn fahren die Fast-Food-Ketten Rekordprofite ein. Im ersten Quartal glänzte mal wieder allen voran Branchenprimus McDonald’s mit einem Gewinnsprung um 22 Prozent, der Titel markierte prompt ein neues Allzeithoch. Zu Recht: Mit einer operativen Marge von 25 Prozent hat McDonald’s weltweit die Nase vorn. DER AKTIONÄR wirft einen Blick auf drei kleinere Verfolger. Sie weisen zwar eine geringere Rentabilität auf, haben dafür aber Nachholpotenzial.

Die US-Fast-Food-Branche boomt wie nie zuvor. Die Bulettenbrater expandieren in ferne Länder, führen immer schneller neue Produkte ein und locken die Kundschaft mit Ein-Dollar-Happen an die Theke.

Trotz Gesundheitswelle und Diätwahn fahren die Fast-Food-Ketten Rekordprofite ein. Im ersten Quartal glänzte mal wieder allen voran Branchenprimus McDonald’s mit einem Gewinnsprung um 22 Prozent, der Titel markierte prompt ein neues Allzeithoch. Zu Recht: Mit einer operativen Marge von 25 Prozent hat McDonald’s weltweit die Nase vorn. DER AKTIONÄR wirft einen Blick auf drei kleinere Verfolger. Sie weisen zwar eine geringere Rentabilität auf, haben dafür aber Nachholpotenzial.

Jahrelang schrumpfte bei Wendy’s der Umsatz. Doch nun steht der Konzern vor der Wende. Das neue Management hat sich auf das Kerngeschäft konzentriert, Töchter verkauft, massenhaft neue Produkte wie das Chicken-Sandwich für 99 Cent eingeführt und die Werbung intensiviert. Zudem lässt Wendy’s-Chefin Kerrii Anderson die meist veralteten Ladengeschäfte renovieren. Sie stieg in den bislang vernachlässigten Markt für Frühstücksmenus ein. Aus gutem Grund: Amerikaner geben für die Mahlzeit am Morgen stolze 30 Milliarden Dollar aus. Auf drei Milliarden Dollar beläuft sich der Börsenwert von Wendy’s. Dem steht im laufenden Jahr ein Umsatz von 2,5 Milliarden Dollar gegenüber. Das ist günstig, denn in der Kasse liegen zusätzlich 200 Millionen Dollar. Das Geld möchte Anderson für Aktienrückkäufe nutzen und die Dividende schrittweise erhöhen. Und es gibt noch eine neue Option: Wendy’s hat sich letzte Woche selbst zum Kauf angeboten, der Aktienkurs schoss um zehn Prozent hoch.

Burger King - fette Performance

Vor einem Jahr ging Burger King (mehr als 11.000 Filialen) an die New Yorker Börse. Der Ausgabekurs des „Whopper“-Konzerns betrug 17 Dollar. Nach einer anfänglichen Kursdiät ist das Papier durchgestartet und notiert gegenüber dem Tief im vorigen Sommer um 60 Prozent höher. Der Aufwärtstrend dürfte sich fortsetzen. Denn die Strategie von Vorstandschef Chidsey schmeckt dem Kapitalmarkt: Er tilgt massiv die Schulden, zahlt eine Dividende. Außerdem baut er den Umsatz aus und erhöht die Rentabilität. Freilich belastet der Kreditberg mit knapp einer Milliarde Dollar – bei gut zwei Milliarden Dollar Umsatz. Es besteht jedoch keinerlei Anlass zur Sorge bei dem 63 Jahre alten Burger-Anbieter. Jeweils 24 Prozent der Aktien halten Goldman Sachs und Bain Capital. Über kurz oder lang dürften die Heuschrecken den Ausstieg suchen. Sicherlich erst nach einem weiteren satten Kursanstieg.

Yum Brands erobert China

Die Aktie des Yum-Giganten, zu dessen Reich Kentucky Fried Chicken (KFC), Pizza Hut, Taco Bell oder Long John Silver’s zählen, rennt von einem Kurshoch zum nächsten. Dennoch ist der Titel mit einem 2008er-KGV von 17 günstig. Hähnchen, Pizza, mexikanische Gerichte, selbst Fischmenüs tischt der Riese weltweit in seinen 34.000 Filialen in mehr als 100 Ländern auf. Mit 13 Prozent ist die operative Marge knackig. Seit mehreren Jahren klettert der Gewinn je Aktie zweistellig. Jedes Jahr eröffnet Yum gut 1.000 neue Restaurants, im Fokus steht China. Im laufenden Jahr sollte das Kerngeschäft einen freien Mittelzufluss von 1,3 Milliarden Dollar abwerfen. Etwa ein Fünftel davon kehrt das Management als Dividende aus, vier Fünftel fließen in das aggressive Aktienrückkaufprogramm.

Hohe Cashzuflüsse, wenig Risiko

Bei allen drei Burger-Firmen sind die Risiken überschaubar. Das Geschäft wird in den Zentralen streng überwacht, unrentable Filialen stehen schnell zur Disposition. Besonders interessant sind die beiden kleinsten Player Wendy’s und Burger King, die allerdings auch noch die eine oder andere Schwachstelle aufweisen. Am solidesten ist indes Yum.

Erschienen in DER AKTIONÄR Ausgabe 19/2007.

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