SAP
- Marion Schlegel - Redakteurin

SAP-Aktie vor dem großen Ausbruch: Das sagt die Deutsche Bank

Die Aktie von SAP hat seit Mitte August deutlich Boden gut machen können. Auch in der laufenden Woche präsentiert sich der Wert sehr stark. Am Dienstag gewinnt SAP gut 0,6 Prozent auf 59,88 Euro. Die Aktie profitiert von der zuletzt starken Entwicklung des Cloud-Geschäfts. Im zurückliegenden Quartal wuchs die Sparte um Sondereffekte bereinigt um fast ein Drittel auf 242 Millionen Euro Umsatz. Auf Jahressicht erwartet der Softwarekonzern in diesem Bereich nun 1,00 bis 1,05 Milliarden Euro – 50 Millionen Euro mehr als zuvor.

Deutsche Bank nur mit „Halte“-Votum
Dennoch präsentiert sich die Deutsche Bank weiter skeptisch. Zwar haben die Analysten das Kursziel für SAP von 54 auf 55 Euro angehoben, dies liegt jedoch unter dem aktuellen Kurs. Zudem wurde die Einstufung auf „Hold“ belassen. Die IT-Ausgaben der Industrie könnten im nächsten Jahr steigen, schrieb Analyst Alex Tout in einer Studie vom Dienstag. SAP allerdings sei schlecht auf Schwerpunkte wie den Cloud-Computing-Teilbereich "Software as a Service" (SaaS), Kundenpflege über vielfältige Kanäle (multichannel CRM), die Verarbeitung großer, komplexer Datensätze (Big Data) und Sicherheit ausgerichtet. Der Markt für das Kernlizenzgeschäft des Software-Herstellers sei in vielen Fällen saturiert. Diese Ansicht teilen allerdings die wenigsten Analysten. 29 der von Bloomberg befragten 46 Experten bewerten die Aktie von SAP mit einem „Buy“-Rating.

Mit Stopp investiert bleiben
Auch DER AKTIONÄR bleibt optimistisch, was die weitere Entwicklung der SAP-Aktie angeht. Gelingt der nachhaltige Sprung über die 60-Euro-Marke dürfte relativ rasch ein Angriff auf das Julihoch bei 61,63 Euro und den seit Anfang dieses Jahres ausgebildeten Abwärtstrend erfolgen. Investierte Anleger bleiben mit einem Stopp bei 55,00 Euro investiert. Aber auch für einen Neueinstieg ist es noch nicht zu spät. Zudem verläuft auch der Rechtsstreit mit Oracle durchaus positiv für SAP. Hier hat zuletzt ein Berufungsgericht Oracles Forderung nach einem Schadensersatz von 1,3 Milliarden Dollar zurückgewiesen. Oracle fordert diese Summe für Urheberrechtsverletzungen durch die SAP-Tochter TomorrowNow. Das Urteil, das erlassen wurde, billigt Oracle 356.7 Millionen Dollar Schadensersatz zu.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Werner Sperber | 0 Kommentare

Aktionärsbrief: SAP hängt Oracle ab

Der Aktionärsbrief erklärt, SAP ist im dritten Quartal des laufenden Jahres schneller gewachsen als der US-Wettbewerber Oracle. Dank eines starken Geschäfts mit Angeboten über die Cloud (Softwareprogramme, die über ein Netzwerk gemietet werden, anstatt wie herkömmlich gegen eine einmalige … mehr
| Michel Doepke | 0 Kommentare

SAP nach den Zahlen: Das sagen die Analysten

Licht und Schatten: Obwohl das vergangene Quartal nicht den Erwartungen der Experten entsprach, erhöhte der Software-Riese SAP seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Nach vorbörslichen Verlusten drehten die Papiere deutlich ins Plus. Viele Analysten sehen weiterhin viel Potenzial für den … mehr