SAP
- Thomas Bergmann - Redakteur

SAP-Aktie: Deutsche Bank sagt "Kaufen"

Kurz vor dem Wochenende haben sich mehrere Analysten zu SAP geäußert. Am positivsten sieht die Deutsche Bank die Aussichten für den Walldorfer Softwarekonzern. DER AKTIONÄR behandelt die Aktie in seiner jüngsten Ausgabe ausführlicher.

Mit der UBS, der Commerzbank und der Deutschen Bank haben drei Geldhäuser ihre Urteile zum deutschen Softwareriesen abgegeben. Alle drei sehen noch Potenzial in der Aktie, wobei die "Blauen" die Messlatte am höchsten legen. DER AKTIONÄR gibt in seiner neuesten Ausgabe "25 Jahre DAX" ebenfalls seine Einschätzung ab.

Zweimal "Neutral"

Die Schweizer Großbank UBS hat die Einstufung für SAP nach dem Zukauf von Hybris auf "Neutral" mit einem Kursziel von 65 Euro belassen. Mit der Übernahme nehme der Softwarekonzern wieder stärker das Management von Kundenbeziehungen ins Visier, schrieb Analyst Michael Briest in einer Studie vom Donnerstag. Die Verbreitung von sozialen Medien und mobilen Endgeräten verändere diesen Markt momentan grundlegend, was sowohl Chancen als auch Gefahren für den Konzern mit sich bringe. Der Zukauf dürfte jedoch weder die Marktprognosen noch den Konzernausblick auf das Wachstum des Lizenzgeschäfts in diesem Jahr wesentlich beeinflussen.

Ein ähnliches Urteil fällt die Commerzbank: Analyst Thomas Becker stuft SAP auf "Hold" mit dem gleichen Kursziel ein. Der Streit mit dem Unternehmen Versata über eine vermeintliche Patentrechtsverletzung durch den Softwarekonzern dürfte sich weiter hinziehen, so der Analyst. Denn Versata dürfte das jüngste Urteil der US-Patentbehörde, dass die Patentansprüche des Unternehmens nichtig seien, anfechten. Angesichts der Rückstellungen des Softwarekonzerns für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von 55 Millionen US-Dollar im vergangenen Jahr seien die Auswirkungen eines positives Urteils auf die Ergebnisse ohnehin nur gering.

Deutsche Bank mit "Buy"

Die Deutsche Bank hat ihr Anlageurteil für SAP mit "Buy" und einem Kursziel von 70 Euro bekräftigt. Der Softwarekonzern sei nur moderat von der jüngsten Schwäche des US-Dollars gegenüber dem Euro betroffen, schrieb Analyst Kai Korschelt in einer Studie vom Freitag. So dürfte ein Rückgang des Dollars um ein Prozent den Gewinn je Aktie des Konzerns um etwa 0,8 Prozent senken. Dabei geht der Experte von einem Euro-Wechselkurs von  1,30 Dollar aus.

mit Material von dpa-AFX

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| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

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