SAP
- Florian Westermann - Redakteur

SAP: Knacken im China-Gebälk

Der Softwareanbieter SAP hat offenbar Probleme in China. Einem Pressebericht zufolge muss der Konzern Spitzenmanager in dem Land wegen Verstößen ersetzen. Das droht die Expansionspläne auszubremsen. Wie reagiert die Aktie?

Die SAP-Aktie hat in den vergangenen Tagen einige Federn lassen müssen. Der Grund war im allgemeinen Marktumfeld zu finden. Heute jedoch belastet ein Bericht der Financial Times Deutschland, dem zufolge der Softwarekonzern auf einen Schlag mehrere hochrangige Posten in China neu besetzen muss.

Dort bisher beschäftigten Managern werde demnach vorgeworfen, gegen interne Verhaltensregeln verstoßen zu haben. Die China-Strategie sei davon zwar nicht betroffen, der Vorfall drohe allerdings SAPs Expansionspläne in China zu bremsen. Der Softwarekonzern ist gerade dabei, das Geschäft massiv auszubauen. Bis 2015 sollen gut 1,5 Mrd. Euro in den Markt gepumpt werden, hieß es. China sei der Eckpfeiler der Wachstumsstrategie bis 2015, hatte der Konzern seinerzeit verlauten lassen. In dem Riesenreich sei SAP stärker als anderswo auf Manager angewiesen, die über Kontakte und Wissen um die örtlichen Gegebenheiten verfügen.

Aktie ein Kauf

DER AKTIONÄR hatte bereits mehrfach erklärt, dass die Aktie von SAP eines der attraktivsten Investments im Software-Bereich ist. Daran ändern auch die Probleme in China nichts. Das Papier bleibt auch auf dem aktuellen Niveau ein Kauf.

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