Salzgitter
- Maximilian Völkl

Salzgitter, ThyssenKrupp und Klöckner & Co: Der Preiskampf am Stahlmarkt

Am Donnerstag kann der DAX im frühen Handel etwas zulegen. Die Stahlwerte teilen die Euphorie am Gesamtmarkt allerdings nicht. Eine skeptische Branchenstudie des Analysehauses Jefferies belastet vor allem den MDAX-Wert Salzgitter. Doch auch ThyssenKrupp und Klöckner & Co spüren den Druck.

Der europäische Karbonstahlmarkt müsse sich mit steigenden Importen und sinkenden Preisen auseinandersetzen, so Analyst Seth Rosenfeld. Vor allem für Salzgitter ist das problematisch. Die erwartete Gewinnerholung des Konzerns sei in Gefahr, auch weil die abgeschlossenen Verträge eine lediglich kurze Laufzeit hätten. Zudem könnte Salzgitter beim Auftragseingang weitere Investitionskürzungen der Öl- und Gasindustrie zu spüren bekommen. Aufgrund der eingetrübten Aussichten hat der Experte Salzgitter von „Hold“ auf „Underperform“ abgestuft und das Kursziel deutlich von 33 auf 22 Euro gekappt.

ThyssenKrupp dürfte laut Rosenfeld ebenfalls unter der Entwicklung am Stahlmarkt leiden. Da der DAX-Konzern aber vor allem Stahlverträge mit langer Laufzeit abgeschlossen habe und eine breite Produktpalette biete, dürften sich die negativen Folgen für den Reingewinn in Grenzen halten. Den fairen Wert für ThyssenKrupp hat der Analyst von 30 auf 27 Euro gesenkt, die Einstufung lautet jedoch weiterhin „Buy“.

Eine neue Bewertung gibt es auch für den angeschlagenen Stahlhändler Klöckner & Co. Jefferies hat das Kursziel von 9,50 auf 9,00 Euro gesenkt, das Votum wurde auf „Hold“ belassen. Steigende Importe und sinkende Preise seien wie erwähnt vor allem für jene Konzerne gefährlich, deren Stahlpreisverträge eine kürzere Laufzeit hätten.

Abwarten

Die Lage am Stahlmarkt bleibt kompliziert. Eine nachhaltige Erholung lässt noch immer auf sich warten. DER AKTIONÄR empfiehlt Anlegern derzeit, an der Seitenlinie zu bleiben. Ein Einstieg bietet sich im angeschlagenen Marktumfeld nicht an. Bei Salzgitter und ThyssenKrupp deutet sich allerdings trotz des anhaltenden Preiskampfes ein Weg aus der Krise an, die Werte sollten auf der Watchlist bleiben.

(Mit Material von dpa-AFX)


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