Salzgitter
- Markus Bußler - Redakteur

Salzgitter: Sparkurs

Der Stahlkonzern Salzgitter will seinen Sparkurs beim defizitären Anlagenbauer KHS verstärken. Dazu soll ein Standort geschlossen werden, 300 Stellen sollen abgebaut werden. KHS erwirtschaftete zuletzt einen Vorsteuerverlust von 30 Millionen Euro.

Im Rahmen des „Fit4Future" genannten Programms soll die Produktion von Fassabfüllanlagen aus Kriftel nach Bad Kreuznach verlagert werden. Ein Sprecher von Salzgitter sagte, dass der bisherige Standort zu klein sei, um dem „international sehr erfolgreichen Geschäftsfeld" Wachstumsaussichten zu bieten. Die Stellen sollen dabei vor allem in der Verwaltung abgebaut werden.

Anteil an Aurubis steigt

Gleichzeitig kündigte der im MDAX notierte Konzern an, seinen Anteil an dem Kupferproduzenten Aurubis nicht über 30 Prozent ausbauen zu wollen. Zwar kann sich Salzgitter vorstellen, weitere Aktien zu erwerben, die Schwelle zur Übernahmepflicht will man jedoch nicht überschreiten. Die Beteiligung sei rein strategischer Natur, eine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur sei nicht geplant, heißt es aus der Konzernzentrale.

Die Aktie ist zuletzt deutlich unter Druck geraten: Konjunktursorgen belastend derzeit die Stahltitel. Die Anleger haben noch zu gut in Erinnerung, dass vor allem die Stahlkonzerne während der Finanzkrise in die roten Zahlen gerutscht sind. Derzeit deutet vieles auf eine Delle im konjunkturellen Aufschwung hin. Ob sich diese jedoch zu einer Rezession auswachsen wird, darf bezweifelt werden. Nach Ansicht des AKTIONÄRs sind die Kursabschläge bei den Stahltitel übertrieben. Das Anlagevotum lautet daher kaufen.

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