Salzgitter
- Markus Bußler - Redakteur

Salzgitter: Höhere Preise = höhere Kurse?

Die Margen im Stahlgeschäft sind derzeit niedrig, die Rohstoff- und Energiekosten dagegen noch immer hoch. Der Stahlkonzern Salzgitter ist deshalb dazu übergegangen, die Preise für verschiedene Stahlprodukte anzuheben. Das könnte die Gewinnsituation bei dem Unternehmen verbessern.

Bereits Ende November kündigte Salzgitter an, für seine Tochter Ilsenburger Grobbleche GmbH die Preise für dickere Blechsorten um 30 Euro je Tonne anzuheben. Dabei spürt Salzgitter auch eine Belebung des Geschäfts. In den vergangenen Wochen seien wieder mehr Aufträge eingegangen, hieß es. Hier habe es eine "spürbare Belebung" gegeben. Viele Stahlhändler stocken zum Jahreswechsel traditionell ihre Lagerbestände auf. Zudem sei die Nachfrage bei Kunden aus der Energiewirtschaft wie Tank- oder Windkraftanlagenbauern relativ gut. Probleme hat die Branchen zurzeit vor allem in den krisengeplagten Staaten Südeuropas. Dort ist zum Beispiel weniger Baustahl gefragt.

Weitere Erhöhungen

Kurz zuvor hatte die Tochter Peiner Träger Preiszuwächse für den europäischen Markt angekündigt. Die Preise für Profilstahl sollen um 100 Euro je Tonne zulegen. Gestern kam dann die Meldung, dass auch die Preise für Flachstahl steigen sollen. Salzgitter verlangt künftig 30 Euro mehr pro Tonne. Trotz der insgesamt vergleichsweise zufriedenstellenden Auftragslage habe das hohe Rohstoff- und Energiekostenniveau bei Salzgitter Flachstahl in den vergangenen Monaten zu signifikanten Verlusten geführt, hieß es. Deutschlands zweitgrößter Stahlproduzent erzielt mit Flachstahl fast die Hälfte seiner Umsätze.

Noch steckt die Stahlbranche in der Krise. Doch werfen Sie einmal einen Blick auf den Chart von Salzgitter: Die Aktie schickt sich derzeit an, ihre mehrmonatige Seitwärtsbewegung zu verlassen. Offensichtlich setzen Anleger bereits auf eine Erholung zur Jahresmitte 2013. Mutige Anleger setzen auf eine Fortführung dieses Trends und bauen eine erste Tradingposition mit Kursziel 40,00 Euro auf.

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| Maximilian Steppan | 0 Kommentare

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