SAF Holland
- Michael Schröder - Redakteur

SAF Holland - in Not!

Gute Zahlen, solider Ausblick und optimistische Analysten. Eigentlich sollte man bei so einer Konstellation mit einer recht positiven Kursentwicklung rechnen. Ganz anders bei SAF Holland. Die Marktteilnehmer befürchten eine deutliche Abschwächung des Wachstumstrends und schicken die Aktie auf Talfahrt - und das in einem gewaltigen Tempo.

"SAF-Holland hat im ersten Halbjahr sein Wachstum fortgesetzt und wichtige strategische Ziele erreicht", zeigt sich Vorstand Detlef Borghardt mit der Entwicklung in den ersten sechs Monaten zufrieden. Die Anleger allerdings sind alles andere als zufrieden - sie verkaufen die Aktie im großen Stil. Der Kurs gerät nach einem soliden Start im schwachen Marktumfeld deutlich unter Druck. Im Tief rutscht dabei sogar unter die 5-Euro-Marke.

Wachstumsverlangsamung

Was schmeckt den Anlegern nicht? Das bereinigte EBIT wurde verdoppelt, der Umsatz um 45 Prozent gesteigert. An der Entwicklung im ersten Halbjahr kann es nicht liegen. Der Ausblick wurde vom Vorstand bestätigt. Er geht weiter von einem Umsatzanstieg von bis zu 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr aus. Das Erlöswachstum sollte auch zu einem deutlich höheren Ergebnis führen. Anleger deuten diese Entwicklung negativ und bemängeln die Wachstumsverlangsamung. Zudem belasten mögliche Kapazitätsengpässe bei Zulieferern und steigende Material- und Rohstoffpreise. Im nervösen Marktumfeld können auch die Aussagen vom Vorstand nur wenig beruhigen: „Wir haben bereits mit einem umfassenden Maßnahmenpaket auf diese Entwicklungen reagiert", so Detlef Borghardt.

Kursziele weiter hoch

Die Analysten waren zwar auch nicht restlos zufrieden mit dem Ausblick, haben ihre Kaufempfehlung jedoch bestätigt. Commerzbank-Experte Sascha Gommel sieht den Titel unverändert bei 9,50 Euro fair bewertet. Henning Cosman von der WestLB hat ein Kursziel von 12,00 Euro ermittelt. Bei Equinet stehen 12,50 Euro auf der Kaufstudie.

Wer verkauft?

Am Ende bleibt - vor allem bei dem heutigen Abverkauf - die Frage, welcher Fondsmanager Ende März eine Kapitalerhöhung bei 7,00 Euro zeichnet, um die Aktien nur wenige Wochen später bei Kursen unter 5,00 Euro wieder auf den Markt zuwerfen? Eine Antwort wird es nicht geben. Eine Gegenbewegung auf die deutlichen Abschläge ist dagegen sehr wahrscheinlich.

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