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RWE und E.on: Windiger Herbst drückt die Preise

Die kriselnden Versorger-Titel E.on und RWE gehören am Dienstag zu den schwächsten Werten im DAX. Grund sind erneut rückläufige Großhandelspreise für Strom, wodurch die konventionelle Energiegewinnung immer unrentabler wird.

Laut den Experten von Bloomberg Business Intelligence haben günstige Witterungsverhältnisse im November zu einem kräftigen Produktionsplus bei Strom aus erneuerbaren Energien gesorgt. Kräftiger Wind und auf Hochtouren laufende Windkraftanlagen hätten zu einem Überangebot an Strom geführt, das den Großhandelspreis unter Druck gebracht hat.

Unrentable Anlagen

Unter dem Preisverfall leiden die deutschen Energieriesen RWE und E.on, die bisher vor allem auf konventionelle Energiegewinnung ausgerichtet sind und vergleichsweise wenige Windkraftanlagen im Portfolio haben. Wegen des Überangebots an günstigem Strom aus erneuerbaren Energien sind die Versorger bereits seit längerem unter Druck – ihre Gas- und Kohlekraftwerke können auf diesem Preisniveau nicht mehr mithalten und werden unrentabel.

Trübe Aussichten

Auch für die kommenden Tage und Wochen prognostizieren die Bloomberg-Experten wenig Änderung an der Wetterlage – entsprechend gering sei die Wahrscheinlichkeit für einen schnellen Rebound des Strompreises.

Die Aktien der Versorger zählen am Dienstag zu den größten Verlierern im DAX. Speziell bei RWE drücken seit einigen Tagen auch Gewinnmitnahmen auf die Stimmung – Anfang Dezember hatte der Konzern seine Aufspaltung bekanntgegeben, was zu einer regelrechten Kursexplosion geführt hatte. Mittlerweile ist der Kurs aber beinahe wieder auf das Niveau von vor dem Ausbruch zurückgekommen.

Kein Kauf!

Die kurzfristigen Aussichten für die Energieversorger sind mau, der Erfolg der großangelegten Aufspaltungs- und Umbaumaßnahmen ungewiss. Daher bleibt DER AKTIONÄR dabei: Finger weg von den Versorger-Titeln!

(Mit Material von dpa-AFX)

 


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