RWE
- Maximilian Völkl

RWE und E.on: Jetzt droht Ärger

Der Megadeal zwischen E.on und RWE zur Aufteilung der RWE-Tochter Innogy galt eigentlich als beschlossene Sache. Doch nun kommt Unruhe in die Neuordnung der deutschen Energiebranche. Angeblich will die australische Investmentbank Macquarie das Innogy-Geschäft in Tschechien kaufen.

Innogy liefert in Tschechien Energie an 1,6 Millionen Kunden und betreibt Strom- und Gasnetze. Laut Konzernangaben beträgt deren Wert in der Bilanz 1,7 Milliarden Euro. Für Macquarie wurden nun die Bücher geöffnet. Die Bank soll auch an anderen Geschäftseinheiten aus den Sparten Erneuerbare Energien, Vertrieb und Netze interessiert sein. In diesen Bereichen bleiben die Bücher aber geschlossen.

Es ist unklar, was Innogy mit dem Vorgehen bezweckt. Einerseits kann der Konzern durch die Macquarie-Anfrage den Druck auf E.on erhöhen. Der Betriebsrat fordert eine verbindliche Zusage von E.on, dass auf Kündigungen verzichtet wird. Andererseits kann Innogy ohnehin nichts gegen den Willen von RWE unternehmen. Die Mutter hält nach wie vor 76,8 Prozent der Anteile und hat angekündigt, am Deal mit E.on planmäßig festzuhalten. Eine Veräußerung von Innogy in Einzelteilen sei demnach keine Alternative.

Keine Panik

Das Störfeuer von Macquarie kommt ungelegen. Anleger sollten aber keine Panik bekommen. RWE dürfte an dem Deal mit E.on festhalten. Der Konzern gibt sich auch selbst dadurch eine neue Zukunft. Konservative setzen in der Branche auf E.on. Wer es etwas spekulativer mag, bevorzugt RWE.

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