RWE
- Stefan Sommer - Redakteur

RWE macht Kasse

Die Aktien von RWE sind am Montag nach dem Verkauf der Gasfördertochter RWE Dea unter Druck geraten. Die Papiere konnten sich aber im Handelsverlauf wieder stabilisieren. Das Analysehaus Independent Research hat daraufhin die Einschätzung für den Energiekonzern überarbeitet.

Bereits am Freitag besiegelte der Energiekonzern den Kaufvertrag mit LetterOne, einer Firma des russischen Oligarchen Michail Fridman. Der Wert von RWE Dea beläuft sich auf 5,1 Milliarden Euro. Darin enthalten seinen 600 Millionen Euro Verbindlichkeiten, die der Käufer mit übernehme. Allerdings muss der RWE-Aufsichtsrat noch zustimmen.

Das Analysehaus Independent Research hat die Einstufung für RWE nach der Veräußerung von Dea auf "Verkaufen" mit einem Kursziel von 25 Euro belassen. Der Verkauf der Öl- und Gasfördertochter sei kein großer Befreiungsschlag, schrieb Analyst Sven Diermeier in einer Studie vom Montag. Der Schuldenverringerung und dem geringeren Investitionsbedarf stünden Ergebsnisbeitragsverluste sowie getrübte Wachstumsperspektiven gegenüber. Zudem sei das Branchenumfeld von RWE weiter sehr herausfordernd.

Finger weg

Der Verkauf von Dea ist positiv für RWE zu werten, jedoch wurde dieser schon erwartet. Langfristig sind die Aussichten des Versorger-Konzerns nach wie vor durchwachsen. Die Aktie ist für den AKTIONÄR deshalb weiterhin kein Investment wert.

(Mit Material von dpa-AFX)

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