RWE
- Maximilian Völkl

RWE-Aktie: Das Schlimmste kommt noch

Am Donnerstag zählt die RWE-Aktie zu den schwächeren Werten im DAX. In den vergangenen Wochen hatte der Versorgertitel nach der langen Talfahrt alerdings Anzeichen einer Erholungsbewegung gezeigt. Um für die Zukunft gut gerüstet zu sein, will der Konzern weitere Einschnitte vornehmen.

„Wir werden noch mehr sparen müssen“, sagte der stellvertretende Vorstandschef Rolf Martin Schmitz dem Handelsblatt. „Bei der schwierigen Marktlage sehe ich nicht, dass wir um weitere Einschnitte herum kommen, speziell 2018 und 2019, wenn es richtig ernst wird.“ Dann wird RWE den Verfall der Strompreise im Großhandel voll zu spüren bekommen. Noch profitiert der Konzern davon, einen Großteil seiner Produktion langfristig zu höheren Preisen verkauft zu haben. Details zum Sparprogramm nannte Schmitz aber noch nicht.

Bis 2018 will RWE verglichen mit 2012 2,5 Milliarden Euro einsparen. Rund 1,6 Milliarden Euro davon waren bis Ende 2015 realisiert worden. Ob dem Konzern die nachhaltige Wende gelingt, muss sich allerdings erst zeigen. Die Ankündigung, dass dem Versorger das Schlimmste noch bevorstehe, sei jedenfalls keine Überraschung, erklärte Analyst Sven Diermeier von Independent Research nun. Er hat die Einstufung auf „Halten“ mit einem Kursziel von zwölf Euro belassen.

Abwarten

Ende des Jahres soll die neue Gesellschaft RWE International an die Börse gebracht werden. Der Erfolg der Aufspaltung steht aber noch in den Sternen. Eine nachhaltige Trendwende bleibt fraglich. Nach wie vor überwiegen bei RWE die Risiken. Im DAX gibt es derzeit attraktivere Investments.

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE ist wieder da: Diese Zahlen machen Mut

Nach den deutlichen Verlusten im vergangenen Jahr ist RWE im ersten Quartal wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Konzernchef Rolf Martin Schmitz blickt zudem auf ein für RWE erfreuliches Ergebnis bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zurück. Die Aktie reagierte im frühen Handel mit … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Die Lösung wäre so einfach…

RWE setzt den Fokus auf konventionelle Kraftwerke. Der Versorger hat aber nach wie vor mit den Folgen der Energiewende zu kämpfen. Wegen der gesunkenen Strompreise lohnt sich das Betreiben von Kohle- und Gaskraftwerken kaum noch. Konzernchef Rolf Martin Schmitz fordert deshalb vehement einen … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Schmitz baut um – das ist jetzt geplant

Seit der Abspaltung der Tochter Innogy befindet sich RWE im Wandel. Der Versorger will seinen Umbau nun weiter fortsetzen. Konzernchef Rolf Martin Schmitz baut die zweite Führungsebene um. Die Braunkohlesparte soll in Zukunft stärker von der restlichen Stromproduktion getrennt werden. mehr