RWE
- Maximilian Völkl

RWE-Aktie: Commerzbank sieht fast 70 Prozent Potenzial

Am Donnerstag setzt die RWE-Aktie ihren Erholungsversuch fort. Seit dem Tief am Dienstag hat der DAX-Titel damit bereits über zehn Prozent zugelegt. Zunächst hatten die Diskussionen um Staatshilfen für die kriselnden Versorger das Papier beflügelt. Dann hat der Konzern die Jahresprognose für 2015 zumindest bestätigen können und die Commerzbank sieht viel Potenzial in der Aktie.

Es gibt auch noch gute Nachrichten bei RWE. Am Mittwoch hat der Konzern die Jahresziele für 2015 bestätigen können. Mit einem erwarteten EBITDA-Rückgang auf 6,1 bis 6,4 Milliarden Euro sind diese zwar ohnehin auf niedrigem Niveau. Dennoch zeigten sich Anleger nach den zahlreichen Krisenmeldungen froh, dass es keine erneute Hiobsbotschaft gab.

Auf Jahressicht belaufen sich die Verluste bei RWE trotz der leichten Erholung noch immer auf 70 Prozent. Commerzbank-Analystin Tanja Markloff sieht auf dem aktuellen Niveau nun allerdings auch wieder knapp 70 Prozent Potenzial. Ihr Kursziel lautet 17 Euro, die Einstufung beließ sie auf „Hold“. Der Versorger habe den Gewinnausblick bestätigt, so Markloff. Aussagen zur Dividende blieben aber vage. Die Expertin rechnet wegen der schwachen Strompreise aber mit einer deutlichen Kürzung auf 50 Cent je Aktie.

Finger weg

Trotz der positiven Nachrichten bleibt die Lage bei RWE kritisch. Fundamental, operativ und charttechnisch ist die Aktie nicht zu empfehlen. Zudem hat der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) den Forderungen nach Staatshilfen für die Energiekonzerne bereits eine Absage erteilt. Anleger meiden die Aktie!

(Mit Material von dpa-AFX)

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

Zerschlagung von Uniper – RWE steht bereit

Nach wie vor wehrt sich Uniper gegen den Einstieg des finnischen Wettbewerbers Fortum. Da die Mutter E.on ihren Anteil aber verkaufen wird, ist der Widerstand von Vorstandschef Klaus Schäfer ein Kampf gegen Windmühlen. Es ist deshalb Zeit, sich damit zu befassen, wie es künftig weitergeht. Hier … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Es brodelt wieder…

Seit Monaten schwelen in der Versorgerbranche Gerüchte um eine Konsolidierung. Vor allem die deutschen Konzerne stehen dabei im Mittelpunkt. Am Donnerstag war erneut die RWE-Tochter Innogy das Ziel der Spekulationen. Ein Verkauf ist zwar unwahrscheinlich, die Aktien haben dennoch deutlich … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Das drückt auf die Stimmung

Die RWE-Aktie hat sich zuletzt stark entwickelt und ein neues Jahreshoch bei 21,18 Euro erreicht. Am Montag zählt der Versorger im schwachen Marktumfeld allerdings zu den grtößten Verlierern im DAX. Die Ursache: Die Privatbank Berenberg hat ihre Kaufempfehlung gestrichen. mehr