RWE
- Maximilian Völkl

RWE-Aktie: So spart man sich gesund

Nach dem Brexit-Kurssturz gehört die RWE-Aktie zu den Top-Gewinnern der letzten zwei Wochen. Um den positiven Trend auch in Zukunft fortsetzen zu können, will der Versorger seine Sparpläne noch stärker ausweiten. Angesichts der weiter schrumpfenden Gewinne aus der Stromerzeugung sieht sich der Konzern veranlasst, zusätzliche Stellen abzubauen.

Bis 2018 sollten die jährlichen Kosten der RWE-Erzeugungstochter RWE Power um 1,5 Milliarden Euro verringert werden, erklärte Power-Vorstandschef Matthias Hartung. Dazu sollen europaweit bis 2020 2.300 Stellen abgebaut werden. Im ersten Quartal war das betriebliche Ergebnis der Stromerzeugung im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Fünftel auf 354 Millionen Euro zurückgegangen.

Positiv äußerte sich Hartung zur neuen Leitentscheidung der NRW-Landesregierung für den Braunkohletagebau im Rheinland. Zwar verringere sich damit die geplante Abbaumenge um mehrere hundert Millionen Tonnen. Die energiewirtschaftliche Erforderlichkeit des Tagebaus für die Zeit nach 2030 sei aber ohne zeitliche Begrenzung bestätigt worden. RWE plane, die genehmigten Tagebaugruben bis Mitte des Jahrhunderts weiterzuführen, so Hartung.

Trading-Buy

Das Chartbild bei RWE hat sich zuletzt deutlich verbessert. Ob die Abspaltung der Tochter Innogy Erfolg bringt, ist zwar nach offen. Trotz der fundamentalen Risiken bietet der DAX-Titel derzeit aber gute Aussichten. Trader können nach wie vor zuschlagen. Gelingt der Ausbruch über das Jahreshoch bei 15,04 Euro, wäre der Weg nach oben frei.

(Mit Material von dpa-AFX)

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