RWE
- Maximilian Völkl

RWE-Aktie: Ein gutes Zeichen – jetzt einsteigen?

Die Energieversorger RWE und E.on haben zu Jahresbeginn bislang zu den stärksten Werten im DAX gezählt. Nach dem jahrelangen Abwärtstrend haben die Anleger bei RWE die Hoffnung, dass nach der Abspaltung der Tochter Innogy die Trendwende gelingt. Ein gutes Zeichen ist, dass auch die Insider optimistisch sind.

In den ersten Wochen des neuen Jahres haben bereits drei Mitglieder des Aufsichtsrats Papiere von RWE zugekauft. Peter Ottman, Günther Schartz und Wolfgang Schüssel haben Aktienpakete für insgesamt gut 70.000 Euro erworben. Auch wenn die Summe eher klein ausfällt: Die Käufe zeigen, dass die Aufsichtsräte von den Perspektiven bei RWE überzeugt sind.

Nach dem Börsengang der Tochter Innogy gilt es bislang als fraglich, ob das Altgeschäft von RWE mit der konventionellen Energieerzeugung zukunftsfähig ist. Im vergangenen Jahr hatte der damalige Konzernchef Peter Terium noch Aktien im Wert von knapp 300.000 Euro verkauft. Zur Erinnerung: Bei der Abspaltung im Oktober wechselte Terium als neuer Chef zu Innogy. Bei RWE steht seitdem Rolf Martin Schmitz an der Konzernspitze.

Besseres Bild bei E.on

Trotz der Insiderkäufe bleibt es dabei, dass RWE vor einer unsicheren Zukunft steht. Das Wachstumspotenzial in den verbliebenen Geschäftsbereichen ist begrenzt. Die Einigung im Atomdeal und die Dividenden von Innogy dürften nicht ausreichen, um nachhaltig ein Investment zu rechtfertigen. Kurzfristig ist das Chartbild bei E.on ebenfalls besser. Trader können beim Rivalen einsteigen und auf einen Angriff auf die 8,00-Euro-Marke setzen.

Artikel kommentieren:

Um einen Kommentar zu schreiben, müssen Sie eingeloggt sein.
Sie besitzen noch kein Login? Dann registrieren Sie sich kostenfrei.

  • Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

Videos zum Thema:

Der Aktionär TV

Mehr zum Thema:

| Thorsten Küfner | 0 Kommentare

RWE: Solide Zahlen, was jetzt?

Der Energieversorger RWE hat den Gewinn in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres auf 2,2 Milliarden Euro gesteigert. Hierbei halfen natürlich auch die Einmalerträge durch die Rückzahlung der Brennelementesteuer. Doch auch ohne diese Sondereffekte konnten die Essener ihr Ergebnis kräftig … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Das neue Selbstbewusstsein

RWE ist wieder im Angriffsmodus. Der Versorger, der im vergangenen Jahr noch um die Existenz kämpfte, hat seine Marktposition deutlich verbessert. Inzwischen will der Konzern die anstehende Konsolidierung in der Branche wieder aktiv gestalten. Ausreichend Möglichkeiten dafür dürfte es geben. mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Angst vor Jamaika, aber…

Der Versorger RWE hat den Umbau gemeistert. Unter anderem durch die Abspaltung von Innogy hat der DAX-Konzern seine angeschlagene finanzielle Lage deutlich verbessert. Hinzu kommen steigende Strompreise und die anhaltende Bedeutung der konventionellen Kraftwerke. Die Koalitionsverhandlungen in … mehr
| Maximilian Völkl | 0 Kommentare

RWE: Das steckt hinter den Uniper-Gerüchten

Die Versorgerbranche befindet sich nach wie vor im Wandel. Die Energiewende läuft auf Hochtouren und der europäische Markt steht vor einer Konsolidierung. Die Uniper-Übernahme durch Fortum ist der erste Schritt. Direkt betroffen ist davon auch RWE. Zukäufe könnten Sinn machen. mehr