RWE
- Michael Herrmann - Redakteur

RWE-Aktie: Beflügelnde Einigkeit?

Die Tarifstreitigkeiten bei RWE sind Geschichte. Deutschlands zweitgrößter Energieversorger hat sich mit den Gewerkschaften geeinigt und wird seinen Mitarbeitern in einem zweistufigen Verfahren mehr Geld bezahlen. Was bedeutet der Deal für die Anleger des Essener DAX-Konzerns?

Nach E.on hat sich nun auch RWE mit seinen Beschäftigten auf neue Gehälter geeinigt. Die 30 000 Beschäftigten des Energiekonzerns RWE in Deutschland bekommen nach Gewerkschaftsangaben in diesem und im kommenden Jahr eine Gehaltserhöhung. Die Entgelte steigen demnach rückwirkend zum 1. Februar 2013 um 2,75 Prozent sowie zum 1. Februar 2014 um weitere 1,75 Prozent. Einmalzahlungen von je 250 Euro seien für Januar 2013 und im Februar 2014 vorgesehen.

Keine Kündigungen

Diese Details teilten die IG BCE und Verdi am Montag mit, nachdem die Tarifkommission der Einigung in der vierten Verhandlungsrunde von Freitagabend zustimmte. Außerdem seien betriebsbedingte Kündigungen für zwei weitere Jahre bis Ende 2014 ausgeschlossen. Die Gewerkschaften hatten sechs Prozent mehr Geld und einen Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2023 gefordert. Der Tarifkonflikt stand am Rande eines Streiks.

Im Rahmen der Erwartungen

Die Einigung mit den Gewerkschaften fällt im Rahmen der Erwartungen aus. An der bisherigen Einschätzung für die Aktie des zweitgrößten deutschen Energieversorgers ändert sich somit nichts. Das Chance-/Risikoverhältnis ist nach wie vor wenig attraktiv. Mutige Anleger setzen weiter mit dem RWE-Optionsschein der Commerzbank mit der WKN CK6KNC auf eine Korrektur bis in den Bereich von 22 Euro.

Mit Material von dpa-AFX

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