RWE
- Nikolas Kessler - Volontär

RWE: Morgen tagt der Aufsichtsrat – Abstimmung über Aufspaltungspläne

Die mächtigen kommunalen Anteilseigner werden dem RWE-Vorstand bei der geplanten Konzernaufspaltung kein Bein stellen. Trotz Bedenken trage man die Pläne im Prinzip mit, so ein Sprecher. Das kommt an der Börse gut an: Im schwachen Gesamtmarkt gehört der Versorger-Titel zu den wenigen DAX-Gewinnern.

Städte und Kreise vor allem aus Nordrhein-Westfalen sind bei RWE eine Macht. Sie halten rund ein Viertel der Anteile und stellen vier von 20 Mitgliedern im Aufsichtsrat. Entsprechendes Gewicht hat ihre Meinung, wenn es um Veränderungen bei Deutschlands zweitgrößtem Energieversorger geht.

Im Falle der geplanten Konzernaufspaltung haben die kommunalen Investoren nun prinzipiell Unterstützung signalisiert. „Wir haben zwar große Bedenken, was unsere eigene Position angeht, im Prinzip tragen wir die Pläne aber mit“, sagte ein Vertreter der Kommunen dem Handelsblatt. „RWE muss auch endlich etwas machen, um voranzukommen.“

Aufsichtsrat muss zustimmen

Am morgigen Freitag (11. Dezember) stimmt der RWE-Aufsichtsrat über die geplante Konzernaufspaltung ab. Ein oder zwei Vertreter der Kommunen würden dem Bericht zufolge noch überlegen, ob sie sich der Stimme enthalten. Trotzdem kann sich Vorstandschef Peter Terium einer breiten Mehrheit sicher sein, denn auch die Gewerkschaftsvertreter haben bereits ihre Zustimmung signalisiert.

Jobs in Gefahr?

Im Gegenzug hatte Terium im Kölner Stadt-Anzeiger erklärt, dass der Umbau „so sozialverträglich wie möglich erfolgen“ soll. Kündigungen ganz ausschließen könne er aber nicht – „dafür sind die Änderungen zu weitreichend“, so der Konzernchef.

Vor allem bei der alten RWE mit den Gas-, Kohle- und Atomkraftwerken könnten Stellen wegfallen. Dafür sollen bei der neuen Tochtergesellschaft aber zusätzliche Jobs geschaffen werden.

 

Kein Kauf!

Die Aktie von RWE kann am Donnerstagvormittag kräftig zulegen und gehört zu den Top-Gewinnern im DAX. Auch wenn die Zustimmung zur Konzernaufspaltung so gut wie sicher ist: Die praktische Umsetzung wird eine enorme Herausforderung. DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Empfehlung, die Aktie zu meiden.

(Mit Material von dpa-AFX)


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