RWE
- Maximilian Völkl

RWE: Top-Gewinner nach Kurswechsel – ist das die Trendwende?

Die DAX-Party setzt sich am Montag nicht fort. Umso erfreulicher fällt deshalb der Blick auf RWE aus. Nach dem jüngsten Rücksetzer auf die 11-Euro-Marke führt der Versorger den deutschen Leitindex an und kann den Abwärtstrend der vergangenen Wochen vorerst bremsen. Die Essener profitieren dabei von einer positiven Analystenstimme.

Vincent Gilles von der Credit Suisse erklärte, dass er das erste Mal in den vergangenen vier Jahren positiv für mitteleuropäische Stromerzeuger gestimmt sei. Steigende Energiepreise und der zu starke Holdingsabschlag auf die Aktie des Konzerns mit seiner Tochter Innogy sprechen für steigende Kurse. Zudem habe das Bundesverfassungsgericht RWE eine Entschädigung für den Atomausstieg zugesprochen.

Wegen der verbesserten Aussichten hat der Analyst die Aktie von „Neutral“ auf „Outperform“ hochgestuft und das Kursziel von 13,70 auf 14,70 Euro angehoben. Das Problem: Das Chartbild spielt noch nicht mit. Die 11-Euro-Marke konnte zwar verteidigt werden. Ein wirkliches Kaufsignal würde sich allerdings erst nach dem Sprung über die 200-Tage-Linie ergeben. Diese liegt bei aktuell 13,23 Euro jedoch noch rund 15 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Favorit Innogy

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist ein gutes Zeichen für die DAX-Versorger E.on und RWE. Allerdings bleibt auch in den kommenden Monaten viel Unsicherheit im Markt. Anleger sollten von RWE die Finger lassen. Branchenfavorit bleibt die Tochter Innogy, die mit starken Dividendenaussichten und dem Fokus auf Erneuerbare Energien deutlich weniger Risiken mit sich bringt.

(Mit Material von dpa-AFX)

 


 

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